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ließest, die er verdient," sagte Brcnda heftig; „da ich dochfrei heraiisspreehen soll. Ich glaube nicht, daß er dir seineFreundschaft länger anfdringcn wird, da du darauf so wenigWerth zu legen scheinst."
„Nun wohl," sagte Minna, „du bist sicher vor meinerEifersucht, sowohl bei seiner Liebe, als bei seiner Freundschaft.Ilcberlege cs indessen, Brenda! Cleveland hat es nicht gesagt;Cleveland ist der Vcrlcuindnng unfähig; Brycc Snailsfoothat cs nicht ausgcsprcugt; — es ist nicht Einer unter unserenBekannten und Freunden auf der Insel, der cs nicht geradezusagte, daß das allgemeine Gespräch ans der Insel sei: dieTochter Magnus Troils warteten ruhig darauf, welche vonihnen der namcn- und geburtlose Fremde, Mordannt Mertoun,wählen würde. — Soll man das von uns sagen dürfen, die wirAbkömmlinge eines norwegischen Jarls und die Töchter des erstenUdallars auf Shetland sind? Und wurde es sich für uns ziemen,eine solche Beleidigung ungeahndet zu lassen, wenn wir selbst diegemeinsten Mädchen wären, die je einen Milcheimer trugen?"
„Was Thoren sprechen, kränkt nicht," erwiderte Brendamit Wärme; „ich werde wegen des Geklätsches der Insel,welches den unschuldigsten Handlungen die schlimmste Deutungunterschieben kann, meinen eigenen Glauben an einen un-schuldigen Freund nie anfgeben."
„So höre nur, was unsere Freunde sagen," wiederholteMinna; „höre nur, was Lady Glowrowrum, was Maddyund Clara Groatscttar erzählen."
„Lady Glowrowrum," antwortete Brcnda fest, „hat dieböseste Zunge auf ganz Shetland, und Maddy und Clara Groat-settar waren froh, daß Mordannt vorgestern bei dem Mittag-essen zwischen ihnen saß, wie du selbst bemerkt haben würdest,wenn nicht deine Ohren besser beschäftigt gewesen wären."