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als mir — du selbst weißt, daß er zwischen uns keinen Unter-schied machte, und daß er, Kette mag Kette sei», wie einBruder mit zwei Schwester» lebte. Und doch kannst du ihnauf einmal von dir stoßen, weil ein hergelaufener Seemann,von dem wir nichts wissen, und ein herumtreibender Haustrer,von dem wir sehr wohl wissen, daß er ein Dieb, ein Betrüger,ein Lügner ist, Klatschereien machen und Etwas anbringen,das nicht zu seinen Gunsten ist. Ich kann es nicht glauben,daß er gesagt habe, er könne unter uns wählen, und wartenur, wer Burgh-Wcstra und Bredneß-Voe bekommen wurde.Ich glaube nicht, daß er je gesagt, oder daß er cs auch nurgedacht bat, er könne zwischen uns wählen."
„Vielleicht," antwortete Minna kalt, „hattest du Grund,zu vermuthen, daß seine Wahl schon getroffen sei."
„Nein, länger kann ich es nicht ertragen," sagte Brenda,indem sie ihrer natürlichen Lebhaftigkeit freien Lauf ließ, undden Händen ihrer Schwester entsprang, dann sich nmdrchtcund sie ansah, während ihre glühende Wange von einem ebenso hohen Roth gefärbt war, als ihr Hals und der obere Theilihres Busens, welchen das halb zugeschnürte Mieder sehenließ; „selbst von dir will ich das nicht ertragen! Du weißt,daß ich mein ganzes Lebenlang die Wahrheit gesprochen habe,und daß ich die Wahrheit liebe, und ich sage dir, daß MordanntMertoun in seinem Leben nicht eher einen Unterschied zwischendir und mir machte, als bis ...."
Hier fühlte sie, daß fle etwas Bezügliches zu sagen imBegriff war, und hielt inne. Ihre Schwester aber erwidertelächelnd: „Nun, Brenda, als bis? .... Mich dünkt, deineLiebe zur Wahrheit scheint denn doch das, was du eben ansder Zunge hattest, nicht so recht herausbringen zu können."
„Als bis du ihm nicht mehr die Gerechtigkeit widerfahren