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diese halboerwirrte Frau und arge Betrügerin, von welcherdu dir in der Angelegenheit Rath crtheilen ließest, die diriu diesem Augenblicke am meisten am Herzen liegt."
„Ich weiß nicht, was du meinst," sagte Brenda hoch er-röthcnd, indem sie von ihrer Schwester loszukvmmen suchte.Da sie sich aber jetzt schnüren lassen mußte, konnte Minna siean der seidenen Schnur, womit sic das Mieder schnürte, fcst-halten, und sagte, indem sie ihr sanft auf den Nacken schlug,in milderem Tone: „Ist es nicht sonderbar, Brenda, daß dudem Fremden, Mordannt Mertonn, noch wohlwillst und seinergedenkst, ungeachtet wir von ihm so behandelt worden sind,und seine Dreistigkeit ihn wieder uneingeladen in ein Hausgeführt hat, in dem seine Gegenwart so unangenehm ist?Wahrhaftig, das könnte schon der Beweis dafür sein, daß esnoch Zanbermittel im Lande gibt, und daß du selbst von einemsolche» befangen bist. Nicht umsonst tragt Mordannt eineKette von Elfengold — sieh dich vor, Brenda, und sei klug,da cs noch Zeit ist."
„Ich habe nichts mit Mordannt Mertonn zu thnn," sagteBrenda hastig, „auch weiß ich nicht, und bekümmere mich nichtdarum, was er oder irgend ein anderer junger Mann um denHals trägt. Ich könnte die sämmtlichen Gvldketten der Schöppenvon Edinburgh sehen, von denen Lady Glowrowrum so vielspricht, ohne mich in einen von denen zn vergaffen, die sietragen." Nachdem sic so der allgemeinen Sitte der Frauen,sich auf eine so allgemeine Anklage nicht für schuldig zn erklären.Genüge geleistet batte, fing sie in verändertem Tone sogleichwieder an: „Die Wahrheit zu sagen, Minna, mein' ich, daßdu und ihr Alle über »nsern jungen Freund, der so langeunser vertrautester Gesellschafter war, viel zn voreilig gcurtheilthabt. Bedenke, daß Mordannt Mertonn dir eben so viel ist,