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des Schlafes oder während einer Ohnmacht einen Traumhatte, welcher mit den Vvlksfagcn übereinstimmtc, mit denensie so sehr vertrant war, mehr kann ich nicht glauben."
„Und doch bestätigte der Erfolg die dunklen Andeutungendes Gesichts," sagte Minna.
„Verzeih'!" erwiderte Brcnda. „Ich glaube vielmehr, daßder Traum ohne dieses Ereigniß nie eine deutliche Gestaltangenommen, oder sie sich desselben vielleicht gar nicht erinnerthätte. Sie sagte uns ja selbst, daß sie das Gesicht beinahevergessen hatte, und sich seiner erst nach ihres Vaters furcht-barem Tode wieder erinnerte, — »nd wer bürgt uns dafür,daß nicht das, was sie sich noch davon zu erinnern glaubte,nichts weiter war, als ein Gebilde ihrer eigenen, von derschrecklichen Begebenheit ganz natürlich zerrütteten Einbildungs-kraft? Halte sie den Zaubcrzwerg wirklich gesehen und mitihm gesprochen, so würde sic sich der Unterredung lange genugerinnert haben — ich wenigstens hätte cs gewiß."
„Brenda," antwortete Minna, „du hast doch den gutenPfarrer der Kreuz-Kirche sagen hören, daß Menschenweisheitärger denn Thorheit sei, wenn man sie ans Geheimnisse an-wende, welche über unsere ftassnngskraft gehen, und daß wir,wenn wir nicht mehr glaubten, als wir begreifen könnten,oft dem Zcugniß unserer Sinne widersprechen müßten, dieunS bei jeder Gelegenheit Umstände verführten, welche ebenso zuverlässig als unbegreiflich wären."
„Du bist selbst,n gelehrt, Schwester," erwiderte Brenda,„als daß dn den Beistand des guten Pfarrers der Kreuz-Kirchebedürftest; aber ich meine, seine Lehre bezog sich nur ans dieGeheimnisse unserer Religion, welche wir, unserer Pflicht ge-mäß, ohne Grübeln oder Zweifel annehmcn müssen. — Alleinbei Sachen, die im gemeinen Leben Vorkommen, können wir,