gebotene Rechte znrückwies. Auch Mordaunt trat nun zurückund betrachtete mit Erstaunen die nnfrenndliche Weise und denbeinahe beleidigenden Blick, mit welchem Cleveland, der frühergegen ihn, dem Anscheine nach, ungezwungen und herzlich war,oder doch wenigstens ein offenes Betragen zeigte, jetzt, nachdemer ihm einen so wichtigen Dienst erwiesen, seinen Dank ablchntc.
„Es ist genug," sagte Clcvcland, der sei» Staunen bemerkte,„und unnvthig, mehr davon zu sagen. Ich habe meine Schuldzurückgezahlt, und wir sind nun quitt."
„Ihr seid mehr als quitt. Capitain Cleveland," antworteteMordaunt, „denn Ihr wagtet Euer Leben, um das für mich zuth»n,was ich ohne die geringste Gefahr für Euch that; undüber-dieß," fügte er hinzu, indem er dem Gespräche eine angenehmereRichtung zu geben versuchte, „habe ich ja noch Eure Flinte."
„Nur feige Menschen rechnen die Gefahr nach allen einzelnenPunkten ab," sagte Clcveland. „Die Gefahr ist mein ganzesLeben hindurch meine Gefährtin gewesen und hat mich auftausend schlechteren Reisen begleitet; und was Flinten betrifft,so habe ich deren noch genug, und Ihr sollt, wenn Ihr wollt,versuchen, wer sie am besten zu brauchen versteht."
In dem Tone, womit dicß gesagt wurde, lag Etwas, dasMordaunt sehr auffiel, cs war „hinterlistige Bosheit," wieHamlet sagt, und deutete auf eine verborgene Absicht. Clevelandsah seine Verwunderung, trat näher zu ihm heran und sagtemit gedämpfter Stimme: „Hört einmal, mein junger Freund.Es ist unter uns Glücksrittern Sitte, wen» wir auf eine PriseJagd machen und einander den Wind abgcwinncn, sechzigAards Entfernung am Strande und ein paar gezogene Flintenfür den besten Weg zur Ausgleichung der Sache zu halten."
„Ich verstehe Euch nicht, Capitain Clevcland." sagteMordaunt.