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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
Seite
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bestimme», ließ sich erwarten. Er fand sich auf einmal, mitder unbefangensten Offenheit, zum Vertrauten eines jungenund reizende» Mädchens erhoben, von dem er sich »och vorganz kurzer Zeit verachtet und znrückgesetzt glaubte, und wenneine in sich selbst so überraschende und angenehme, ja berau-schende Umwandlung durch irgend Etwas hervvrgebracht werdenkonnte, so mußte es durch die schuldlose und offenherzige Ein-falt Brenda's geschehen, welche über Alles, was sie sagteoder that, einen Zauber ergoß. Auch die Umgebung konntewohl zn der Veränderung in Mordannts Gefühlen mitgewirkthaben, obgleich diese Hülfe nicht einmal nöthig mar. Einschönes Gesicht sieht indeß beim Schimmer des Mondes immernoch schöner aus, und eine angenehme Stimme tönt bei demleise» Geflüster einer Sommernacht immer noch süßer; Mor-dannt, der jetzt nach dem Hanse zurückgekehrt war, hörte dahermit ungewöhnlicher Geduld und Gefälligkeit die enthusiastischeLobrede an, welche Claudius Halcro dem Mondscheine hielt.Der Dichter war dazu durch einen Spaziergang begeistertworden, den er in freier Luft machte, um die Dünste verfliegenzu lasse», welche von den während des Festes genossenenGetränken aufgestiegen waren.

Die Sonne, mein Junge," sagte er,ist jedes elendenArbeiters Tagslaterne. Dort steigt sie hell ans dem Ostenauf, eine ganze Welt zur Arbeit und zum Elend zn wecken,während der sanfte Mond uns Allen zu Fröhlichkeit n»dLiebe leuchtet."

Und zu Thorheiten, wenn man über ihn nicht lügt,"sagte Mordaunt, um doch Etwas zu sagen.

Mag das auch sein," erwiderte Halcro,wenn er unsnur nicht zu traurigen Thoren macht. Mein theurer, jungerFreund, die Leute in dieser mühseligen Welt sind alle viel zn