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nicht zu viel zu sagen, wenn wir behaupten, daß zwei Dritt-theile der Heirathcn in unserer Umgebung zwischen Personengeschlossen wurden, welche, n priori zu urtheilen, durchausnichts Anziehendes für einander gehabt haben konnten.
Eine moralische und ursprüngliche Ursache für diese schein-baren Widersprüche ist wohl in der weise» Anordnung derVorsehung zu suchen, daß das Gleichgewicht des Geistes, derWeisheit und der liebenswürdige» Eigenschaften aller Art imAllgemeinen in der menschlichen Gesellschaft aufrecht erhaltenwerden soll. Denn waS für eine Welt wäre das, wenn dieWeisen sich nur mit den Weisen vermischten, die Gelehrtenmit den Gelehrten, die Liebenswürdige» mit den Liebens-würdige», und sogar die Hübschen mit den Hübschen? Undist eS nicht offenbar, daß die erniedrigten Kasten der Dummen,der Unwissenden, der Nohen, und der Mißgestalteten (welche,beiläufig gesagt, den weit größeren Theil des Menschenge-schlechtes umfassen), wenn sie zu dem ausschließlichen Verkehrunter einander bestimmt wären, allmählig so tief an Körperund Geist herabsinken müßten, wie die Orang-UtangS? Wennwir dafür „das Zarte mit dem Rohen" gepaart sehen, mögenwir das Schicksal des leidenden Thciles beklagen, aber wirdürfen deßhalb nicht minder die geheimnißvollcn Anordnungender weisen Vorsehung bewundern, welche so zwischen demmoralischen Guten und Dösen des Lebens das Gleichgewichthcrstellt, welche einer Familie, unglücklich in den Neigungeneines der Eltern, durch den andern einen Theil besseren undsüßeren Blutes verleiht, und den Sprößlingcn wenigstens dieSorge und den Schuh Eines von Denen sichert, die ihm vonNatur dazu verpflichtet sind. Ohne daS häufige Vorkommensolcher Bündnisse und Vereinigungen — so unpassend sie auchauf den ersten Anblick sein mögen — könnte die Welt nicht