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„Was hat den» dieser Mann mehr für sich/' sagte er zusich selbst, „als die dreiste und kecke Anmaßung der Wichtigkeit,die aus seinem Erfolge in kleinliche» Unternehmungen undder Ausübung eines kleinlichen Despotismus über seine Schiffs-mannschaft entspringt? Selbst seine Sprache ist handwerks-mäßiger, als gewöhnlich bei den Offizieren der brittischenSeemacht; und der Witz, der so manches Lächeln bei Minnaerregte, scheint mir von einer Alt zn sein, wie sie ihn früherkeinen Augenblick angehört haben würde. Selbst Brendascheint an seiner Galanterie weniger Geschmack zu finden, alsMinna, der sie eigentlich gar nicht gefallen sollte."
Mordaunt irrte bei diesen seinen zornigen Betrachtungendoppelt. Zuerst urtheilte er mit dem Auge des Nebenbuhlerszu strenge über die Sitten und das Betrage» des CapitaiuCleveland. Sie waren ungehobelt, aber dieß hatte in einemLande, von so einfachen, schlichten Lentcn, wie der Schlag deralten Sbetländer, bewohnt, wenig zu bedeuten. Auf der andernSeite lag eine freie, seemännische Offenheit in ClcvelandsBetragen, viel natürlicher Scharfsinn, eine gewisse eigcnthüm-liche Laune, ein blindes Vertrauen auf sich selbst, und dasUnternehmende, das ohne irgend eine andere empfehlungs-werthe Eigenschaft sehr oft bei dem schönen Gcschlechte Glückmacht. Aber Mordaunt irrte sich noch weit mehr in der Ver-muthung, daß Cleveland Minna Trvil wegen dem Wider-sprechenden in Beider Charakter zuwider sein mußte. Hätteer etwas mehr Weltkenntniß besessen, so würde er gewußthaben, daß, während so oft Verbindungen zwischen Leute»geschlossen werden, welche an Gesichtsfarbe und Gestalt voneinander ganz verschieden sind, dieß noch weit öfter zwischenPersonen geschieht, welche ganz abweichende Ansichten, Ge-schmack, Beschäftigungen und Verstand habe», und wir glauben