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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
Seite
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Barbara, von den Gästen nicht bei dem ersten Anläufe hättenvernichtet, sondern noch anfgespart werden müssen, wie in derHöhle des Polyphcm, um zuletzt verzehrt zu werden. Ver-loren in solche Betrachtungen, denen diese Eingriffe in die »gesellschaftliche Zucht und Sitte Anlaß gaben, so wie in dieAusmalung des Bildes einer geträumten Vvrrathskammer,welche sie aus den Trümmern von Gesottenem, Gebratenem,Gebackenem hätte füllen können, und welche ihren Tisch wenig-stens ans ein Jahr versorgt hätte kümmerte sich Mrs.Barbara nicht darum, ob ihr Bruder den Charakter, den eranzunehmen beabsichtigte, in seiner ganzen Ausdehnung durch-führe oder nicht.

Auch Mordaunt Mertoun war mit ganz andern Gedankenbeschäftigt, als die, welche den anmaßlichcn Vertilger der shet-ländischen Greuel betrafen. Er saß zwischen zwei schönenMädchen von Thule, welche, ohne Groll darüber, daß er zuanderer Zeit die Töchter des Udallars vorzvg, sich des Zufallsfreuten, welcher ihnen die Aufmerksamkeit eines so ausge-zeichneten Verehrers erwarb, der, da er beim Mahle ihrenstitter machte, höchst wahrscheinlich auch bei dem darauf folgen-den Tanze ihr Theilnehmer werden mußte. Während Mor-dmnt indessen seinen schönen Nachbarinnen alle die Aufmerk-sankeit erwies, welche die Pflichten der Gesellschaft erheischten,behelt er unvermerkt, aber sehr scharf, seine abtrünnigenFreendinnen, Minna und Brenda, im Auge. Auch der Udallarwurde von ihm beobachtet, allein er konnte an ihm nichtsbewirken, als den gewöhnlichen Ton der herzlichen und etwaslärmden Gastfreiheit, mit dem er die Tafel bei solchenGelegenheiten allgemeiner Lustbarkeit stets zu beleben pflegte.

Aber in den Geslchtszügen der beiden Schwestern war weitmehr zu lesen, das zu peinlichen Betrachtungen führte.