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»Ja, ja," fing er mit der selbstzufriedenen Miene einesMannes, welcher den Faden seiner Geschichte wieder gefundenhat, an: „Ich war in meiner alten Wohnnng in Ruffel-Streetbei dem alten Timothy Thimblcthwaite, dem Meister Kleider-macher, der damals für den besten in der Stadt galt. Er ar-beitete für alle schönen Geister und daneben für die reichen Dnmm-köpfe, und ließ die Einen für die Andern bezahlen. Er versagtenie einem geistreichen Manne Credit, außer etwa aus Scherz, oderum eine witzige Antwort zu bekommen, und stand in beständigemBriefwechsel mit allen Leute» in der Stadt, deren Bekanntschaftder Mühe werth war. Er bekam Briefe von Crowne, Tate,Prior, Tom Brown und allen den berühmten Leuten der dama-ligen Zeit, mit solchen Ballen von Witz, daß man sie nicht lesenkonnte, ohne vor Lachen zu sterben, und die alle damit endigten,daß sie um Verlängerung der Frist zur Bezahlung baten."
„Ich sollte denken, der Schneider mußte den Spaß sehrernsthaft gefunden haben," erwiderte Mordaunt.
„Keineswegcs — keincsweges; — Tim Thimblcthwaite (erwar aus Cumberland)," erwiderte sein Lobredner, „hatte einfürstliches Gemüth, ja, und starb auch mit einem fürstlichenVermögen; denn wehe dem mit Eicrrahm vollgestopften Alder-mann, der unter Tims Bügeleisen kam, wenn er einen solchenBrief bekommen hatte; der mußte gewiß dafür büßen. Manhielt Thimblethwaite gewöhnlich für das Original zu dem klei-nen Tom Bibber, in des herrlichen Johns Komödie: derwilde Liebhaber, und ich weiß, daß er John geborgt undnoch dazu Geld aus seiner eigenen Tasche geliehen, zu einerZeit, wo alle seine schönen Hvffreunde kalt genug blieben. Er-borgte mir auch, und ich habe zuweilen für mein Dachstübchenzwei Monate lang bei ihm an der Kreide gestanden. Nun,ich erwies ihm denn auch wieder allerhand Gefälligkeiten, —