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Mädchen fragte, denen er, wie wir schon anderswo gesagthaben, vor langer Zeit diese allegorischen Namen gab.
„Mr. Mordaunt Mertvun," sagte Minna, „ist zu spät ge-kommen, um bei dieser Gelegenheit an nnserm Chor Theil zunehmen; es istein Unglück für uns, aber es läßt sich nicht ändern."
„Wie? Was?" sagte Halcro hastig. „Zu spät, und Ihrhabt Euer ganzes Leben lang Musik mit einander gemacht ? Glaubtmir, meine guten Kinder, alte Weisen sind die angenehmsten,und alte Freunde die zuverlässigsten. Mr. Cleveland hat einenschönen Baß, das muß man gestehen, aber die schönste Wirkungmacht es doch, wenn Ihr eine von den zwanzig hübschen Ariensingt, die Ihr singen könnt, wo Mordaunts Tenor sich so ange-nehm mit Euren eigenen Zauberstimmen vereinigt. Mein lieb-licher Tag hier billigt gewiß im Herzen die Veränderung."
„Ihr wäret nie mehr im Jrrthnm, Vater Halcro," sagteBrenda, indem sich ihre Wangen abermals rötheten, und wiees schien, mehr aus Unwillen, als vor Scham.
„Aber was ist denn das?" sagte der alte Mann, indem erplötzlich inne hielt, und Beide abwechselnd ansah. „Was gibt csdenn hier? Einebewölkte Nacht undeinen feuerrothen Morgen?Das deutet auf ungestümes Wetter. Was soll denn das Allesheißen, Ihr jungen Frauenzimmer? Wo liegt die Beleidigung?— Ich fürchte, am Ende bei mir selbst, denn den Alten wirdimmer die Schuld in die Schube geschoben, wenn junge Leute,wie ihr, Lust haben, sich miteinander zu zanken."
„Ihr habt nicht Schuld, Vater Halcro," sagte Minna, in-dem sie anfstand, und ihre Schwester beim Arme nahm, „wennin der That irgendwo die Schuld liegt."
„So fürchte ich, Minna," sagte Mordaunt, indem er denTon des leichten Scherzes anzunehmen suchte, „daß der neueAnkömmling das Aergeruiß mitgebracht hat?"