121
so geh' zu ihm, fehlt ihm Geld, so laß ihn die Summe nennen,und er soll sie haben, aber den Fremden in mein Hans zunehmen und Verkehr mit ihm zu haben, das kann und magich nicht. Ich habe mich auf die äußerste Gränze der brittischenInseln gefluchtet, weil ich keine neuen Freunde haben und keineneuen Gesichter sehen will, und Niemand soll mich belästigen,weder mit seinem Glucke noch mit seinem Unglücke. Wenndu die Welt ein Jahrzehnt länger kennst, so werden deinealtern Freunde sich dir werth gemacht und ihr Untergang dichdazu bestimmt haben, die neuen für den übrigen Theil deinesLebens zu vermeiden. Jetzt geh', — warum gehst du nicht?Mache, daß der Mann ans der Gegend kommt; ich will Niemandum mich sehen, als diese gemeinen Gesichter, deren Art undWeise, mich zu betrügen, ich kenne, und als ein Uebel dulde,das zu klein ist, um mich darüber zu ärgern." Mit diesenWorten warf er seinem Sohne seine Börse hin und gab ihmein Zeichen, sich schnell zu entfernen.
Mvrdaunt hatte das Dorf bald erreicht. In der düsternWohnung Neil Ronaldsons, des Ranzelmannes, fand er denFremden, der auf derselben Kiste, welche die Raubgier desfrommen Bryce angezogeu hatte, am Torffener saß. DerRanzelmann selbst war nicht zu Hause, sondern mit der un-parteiischen Theiluug der Güter des gestrandeten Schiffes unterdie Bewohner des Ortes beschäftigt, wobei er ihre Klagen überungleiche Bertheilung anhörte und beseitigte, und (wenn dieganze Sache von Anfang bis zum Ende nicht höchst ungerechtund auf keine Weise z» entschuldigen gewesen wäre) das Amteiner weisen und wohlbedächtigen Magistratsperson in allenkleinen Obliegenheiten derselben treulich verwaltete.
Margery Bimbister, die ehrwürdige Ehehälfte des Ranzcl-mannes, welche die Aufsicht über das Haus hatte, führte