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3 (1851) Der Pirat
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Der Himmel behüte Euer liebes Antlitz, und der Segendes heiligen Ronald sei mit Euch!" sagte Swertha in einemhalb schmeichelnden, halb muthwilligen Tone.Ihr werdeteinem armen Geschöpfe doch nicht verargen, sich etwas zu ver-bessern, und werdet nicht haben wollen, daß so vieles Gut aufdem Sande unangerührt liegen bleiben soll? Hört, Mr.Mordannt, ein gestrandetes Schiff ist ein Anblick, der denPrediger mitten in der Predigt von der Kanzel herablockenkönnte, geschweige denn ein altes, ungelehrtes Weib von ihremRocken und ihren Faden fort. Und ich habe wahrhaftig nichtviel von meiner Mühe gehabt! Einige Lumpe» Kammertuchund ein oder zwei Stück grobes Zeug und dergleichen dieStarken und Dreisten bekommen ja in der Welt Alles."

Ja, Swertha," erwiderte Mordannt,und das ist um soschlimmer, da du in dieser wie in jener Welt doch eben so gutdeine Strafe dafür erhalten wirst, daß du die armen Seeleuteberaubt hast."

Wer wird denn aber ein altes Weib, wie mich, um einigerLumpen willen strafen? Die Leute sprachen viel Böses vondem Grafen Patrick, aber er beschützte das Strandrecht und gabweise Gesetze dagegen, daß irgend Jemand Schiffern, welche indie Brandung geriethen, Beistand leiste. Und die Seeleuteverlieren wie Bryce, der Hausirer, sagt ihr Recht vondem Augenblicke an, wo der Kiel den Sand berührt; undübrigens sind sie mausetodt, die armen Leute, mansctodt undkümmern sich wenig um den Reichthum dieser Welt, wahr-haftig, nicht mehr, als die großen Grafen und Könige desMeeres zu den Zeiten der Norweger um die Schätze, die slein ihren Gräbern und Grabstätten vergruben. Habe ich Euch,Mr. Mordannt, wohl vom Olaf Tryguarson erzählt, der fünfgoldene Kronen mit in sein Grab nahm?"