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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
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Das Wrack, renn es war nicht viel besser, war jetzt in derMitte der Strömung, und trieb mit großer Schnelligkeit zu demFuße der Klippe, an deren Rand sie standen. Es dauerte unter-dessen lange, ehe sie den Gegenstand deutlich erkennen konnten,welchen sie zuerst als einen schwarzen Fleck im Wasser gesehenhatten, nnd der, etwas näher gekommen, wie ein Wallfisch aus-sah, der bald kaum die Rückenflosse über das Wasser erhebt, baldseine große, schwarze Seite zeigt. Jetzt konnten sie indeß deut-licher die Gestalt des Schiffes erkennen, denn die gewaltigen Roll-wogen, welche eS der Küste zntrngen, hoben cs bald über denSpiegel des Meeres empor, bald begruben sie es in dessen Tiefe.Es schien ein Fahrzeug von zwei- bis dreihundert Tonnen, undzur Vertheidigung eingerichtet zu sein, denn man konnte dieStück-pfvrten sehen. Es hatte wahrscheinlich in dem Sturme am vorigenTage seine Masten verloren, und lag nun mit Wasser «»gefülltauf den Wellen, eine Beute ihrer Wuth. Es schien gewiß, daßdie Mannschaft, als sie gesehen, daß es unmöglich sei, das Schiffzu lenken, oder es durch Pumpen zn retten, sich in die Boote ge-worfen und das Schiff seinem Schicksale überlassen hatten. AlleBesorgnisse, welche de» Untergang der Menschen betrafen, warendeßwegen unnütz, nnd doch konnten die beiden Mertouns nichtohne ei» Gefühl der Beklommenheit das Schiff betrachten dasseltene Meisterstück, wodurch der Mensch sich zum Herrn derWelten zn machen, und mit den Winde» zu kämpfen versucht,nnd doch jeden Augenblick in Gefahr ist, ihre Beute zu werden.

Jetzt kam sie heran, die große, schwarze Masse, die mit jederFadenlänge größer zu werden schien. Sie kam näher, auf einerfurchtbaren Welle emporgetragen, welche ungebrochen mit ihr da-her rollte, bis diese sammt ihrer Last gegen den Felsen anprallte;und nun war der Triumph der Elemente über das Werk mensch-licher Hände auf einmal vollendet. Jene Welle zeigte das zer-