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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
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Mertoun sich bald überzeugt hielt, sein Sohn sehe dieß alsetwas bei weitem Wichtigeres an, als die vorherige Unterhaltung,und hätte über den Gegenstand wirklich nichts Weiteres zu sagen,als was er schon erklärte. Er hielt daher die Hand über dieAugen, und blickte den Jüngling, der mit seinem Frühstück emsigbeschäftigt war, lauge unverwandt an. Keine seiner Bewegungenverrieth Befangenheit oder das Bewußtsein, als werde erbeobachtet; Alles war frei, natürlich und offen.

Sein Gemüth ist noch uubestochen," sagte Mertoun für sichhin;so jung, so lebendig, so voll Einbildungskraft, so schonund so anziehend von Gesicht und Gestalt, ist es sonderbar, daßer, in seinem Alter und unter seinen Verhältnissen, den Schlingenentgangen sein sollte, in welchen sich die ganze Welt fängt."

Als das Frühstück vorüber war, nahm der ältere Mertoun,statt wie gewöhnlich zu sagen, daß sein Sohn, der seine Befehleerwartete, dieses oder jenes Studium bestimmen sollte, seinenHut und Stock, und gebot Mordaunt, ihn auf die Spitze der KlippeSumbnrgh-Head zu begleiten, um von dort aus auf das Meer zusehen, das von dem Sturme des vorigen Tages noch in großerBe-wegung sein mußte. Mordaunt war in dem Alter, wojungeLentejene sitzende Beschäftigung gern mit thätiger Bewegung vertau-schen; er sprang daher sogleich auf, seines Vaters Befehlen zu ge-horchen, und nach wenige» Minuten schon stiegen sie den Hügelhinan, der von der Landscite einen langen, steil hinangchenden,mit Gras bewachsenen Abhang bildend vom Gipfel herab biszur See plötzlich in einen schroffen, furchtbaren Abgrund blickt.

Der Tag war herrlich und die Luft gerade so bewegt, daß diekleinen, wolligen Wölkchen, welche am Horizont zerstreut waren,nicht an einer Stelle blieben, sondern von Zeit zu Zeit vor derSonne vorüberglitten, und die Landschaft abwechselnd in dem Lichtund Schatten erscheinen ließen, der einer kahlen, dem Auge unab-

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