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liche Schwester, welche sogleich schloß, was er gesagt haben konnte,„gib derFran ihr Ding wieder und sei froh, daß du so los kommst;morgen ist cs ein Schicfcrstück, oder gar etwas Aergeres."
Der ehrliche Verwalter nahm das Geldstück vom Tische auf,um es zurückzugeben, konnte sich aber des Erstaunens nicht er-wehren, als er das Gepräge sah, und seine Hand zitterte, indemer es seiner Schwester hinreichte.
»Ja," sagte die Seherin abermals, als ob sie die Gedankendes erstaunten Paares auf ihren Gesichtern lesen könnte: „Ihr habtdiese Münze schon früher gesehen — gebt wohl Acht, wie Ihr siebraucht l — Sie bringt den Geizigen und Kleinlichgesinnlen keinenVortheil. Sie wurde in ehrenvoller Gefahr gewonnen, und mußmit ehrenvoller Freigebigkeit gespendet werden. Der Schah, wel-cher unter dem kalten Herde liegt, wird eines Tages, wie dasvergrabene Talent, gegen seine habsüchtigen Besitzer zeugen."
Diese letzte dunkle Anspielung schien die Unruhe und die Ver-wunderung der Mrs. Baby und ihres Bruders auf das Höchstezu treibe». Der Erstere stammelte etwas hervor, das einer Ein-ladung an Norna glich, die Nacht über bei ihnen zu bleiben, oderwenigstens Theil an dem „Miltagsessen" zu nehmen, wie sie esanfänglich nannte; als sie aber auf die Gesellschaft sah und sichdes kargen Inhaltes des Topfes erinnerte, verbesserte sie denAusdruck und hoffte nun, sie würde mit einem Theile des „Im-bisses" vorlieb nehmen, der auf dem Tische stehen solle, ehe einMann den Pflug anspanncn könne.
„Ich esse hier nicht, ich schlafe hier nicht," erwiderte Norna;„ja, ich enthebe euch nicht allein meiner Gegenwart, sondern ichwerde euch auch von euren unwillkommenen Gästen befreien-— Mordaunt," fügte sie hinzu, indem sie sich an den jungenMertoun wendete, „die schwarze Stunde ist vorüber und deinVater erwartet dich diesen Abend."