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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
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Herde sah; daß er Minna's Gesellschaft vorzog, wenn er trau-rig, und Brenda's, wenn er vergnügt war; und daß, was bei-nahe ans Dasselbe hinauslief, Minna vor Tische, und Brenda,nachdem am Abend das Glas gekreist hatte, die Begünstigte war.

Noch außerordentlicher war es aber, daß Mordaunt Mer-touns Neigung mit derselben Unparteilichkeit, wie die des Va-ters, zwischen den zwei lieblichen Schwestern getheilt zu seinschien. Von seinem Knabenalter an war er, wie wir oben er-zählt haben, ein häufiger Gast in Magnus Haus in Burgh-Wcstra gewesen, obgleich es beinahe zwanzig Meilen von Jarls-hof entfernt war. Die Gegend zwischen diesen beiden Orten,welche aus Hügeln bestand, die mit lockerem und weichem Moorbedeckt waren, und häufig von Buchten oder Armen des Meeresdurchschnitten, die auf beiden Seiten in die Insel eingriffen, sowie von Flüssen und See'», machten den Weg in der späterenJahreszeitsehr beschwerlich, ja gefährlich; dennoch konnte man,sobald seines Vaters Gemüthszustand ihn bewog, sicher sein,Mordaunt am nächste» Tage in Burgh-Westra zu finden, nach-dem er seinen Weg in bei weitem kürzerer Zeit zurückgelegt hatte,als der flinkeste Eingeborene dazu gebraucht haben würde.

Man hielt ihn daher ans Shetland für einen erklärten Be-werber um eine der Töchter Magnus Troils, und wenn mandes alten Maliers große Vorliebe für den Jüngling in Erwä-gung zog, so konnte wohl Niemand zweifeln, daß er die Handeiner dieser ausgezeichneten Schönheiten erhalten würde, unddazu einen so großen Antheil an Inseln, felsigem Moorland undKüsten-Fischercien, als nur ein Lieblingskind zur Mitgabe be-komme» konnte,die Aussicht auf den Besitz des halben Grund-vermögens des alten Hauses Troil, sobald dessen jetziger Besitzernicht mehr lebte, nicht z» vergessen. Das schien Allen eine sehrvernünftige Spekulation, und, wenigstens der Theorie nach, bes-