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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
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lichcn Kreise dasaß, weit entfernt, an der wilden Seekiiste undin den noch wilderen Bergen ihrer vaterländischen Inseln um-herschweiftcn. Und doch gab es, wenn man sic in die Unterhal-tung zog, Wenige, welche den Genuß derselben mehr zu würzenverstanden; und obgleich in ihrem Wesen Etwas, ihrer Jugendungeachtet, eben sowohl eine gewisse Ehrerbietung als Zunei-gung zu fordern schien, so konnte doch ihre fröhliche, lieblicheund liebenswürdige Schwester unmöglich einer allgemeiner» Liebegenießen, als die verschlossenere und ernstere Minna.

So waren Minna und Brenda nicht allein das Entzücken al-ler ihrer Freunde, sondern der Stolz jener Eilande, ans denendie Einwohner eines gewissen Ranges durch die Abgeschieden-heit ihrer Lage und die allgemeine angeborene Gastfreiheit zueiner freundschaftlich verbundenen Gesellschaft vereinigt waren.Ein wandernder Dichter und Sänger, der, nachdem er allerhandGlücküwechsel erlebt hatte, endlich auf seine heimathlichen In-seln zurückgekehrt war, um dort seine Tage zu enden, hatte dieTöchter des Magnus in einem Gedichte besungen, das erTagund Nacht" nannte, und schien in seiner Beschreibung Min-na's beinahe, wiewohl nur in rohen Umrissen, den herrlichenZeilen Lord Byron's:

Sie wallt in Schönheit, gleich der NachtWen» an, reinen Himmel blinkt SternenlichtDeS Schatten« Reiz, des Lichtes Pracht,

Vereint sich in ihrem schönen Gesicht.

Sie hat, was die Nacht so zauberisch macht,

Den sanften Schein, der dem Tage gebricht,vorgegriffen zu haben.

Der Vater liebte beide Mädchen so zärtlich, daß man nichtentscheiden konnte, welcher er den Vorzug gab, ausgenommen,daß er bei Spaziergängen im Freie» die ernstere Tochter lieberbei sich halte, und sein fröhliches Kind gern an dem häuslichen