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fern glücklich war, daß ihnen Uneinigkeit und bürgerliche Zwie-tracht gleich unbekannt blieben. Dem Vater — Saint Clairwar sein Name — ging der Verlust seines väterlichen Thales,seines angeerbten Thurmcs, seiner Clansleute und seines Anse-hens gleich nahe, und er sank, nicht lange nach seiner Ankunft inShetland, in das Grab. Die Schönheit seiner hintcrlaffenenTochter rührte, trotz ihrer schottischen Abkunft, das Herz MagnusTroils. Er bewarb sich um sie, fand Gehör, und sie ward dieSeinige; sle starb iudeß im fünften Jahre ihrer Verbindung, undMagnus blieb zurück, die kurze Dauer seines häuslichen Glückeszu betrauern.
Von ihrer Mutter hatte Minna die hohe Gestalt und diedunklen Augen, die rabenschwarzen Locken und die feingczeich-neten Augenbrauen geerbt, welches Alles darauf hindeutcte,daß sie, wenigstens auf einer Seite, mit dem Blute von Thulenicht verwandt sei. Ihre Wange,
O, nennt sie weiß, nicht blaß,
war so leise und zart mit Rosenrot!) gefärbt, daß Manche mein-ten, die Lilie herrsche in ihrer Gesichtsfarbe etwas zn sehr vor.In dieser Oberherrschaft der blässeren Blume lag aber nichtsKrankhaftes oder Schmachtendes: es war die wahre, natürlicheFarbe der Gesundheit, und stimmte ganz besonders zu Gesichts-zügen, welche dazu gemacht schienen, einen nachdenkenden, hoch-gesinnten Geist zu verkünden. Wenn Minna Troil von Mißge-schick oder Ungerechtigkeit erzählen hörte, stieg das Blut ihr indie Wangen, und zeigte deutlich, wie warm ihr Herz schlug, desgewöhnlichen Ernstes, der Besonnenheit und Zurückgezogenheitungeachtet, welche ihr ganzes Wesen und Betragen aussprach.— Die nicht weniger schöne, eben so liebliche und eben so un-schuldige Brenda unterschied sich, wie durch die Gesichtsfarbe,sso auch durch ihren Charakter, Geschmack und Ausdruck, von
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