Drittes Kapitel.
O, Bessy Bell und Mary Gray
Waren zwei Dirnen, schmuck und schön;Bauten ein Haus in Baches Näh',
Had'S mit dem Binsen-Dache geseh».Schön Bessy liebt' ich gestern wahr,
Glaubte, ich könnte nicht wanken,
Doch Mary'« schlaues AugenpaarBracht' mich auf and're Gedanken.
Wir haben Minna und Beend«, die Töchter Magnus Troils,schon erwähnt. Ihre Mutter war vor vielen Jahren gestorben,und sie waren jetzt zwei schöne Mädchen, die älteste 18 Jahrealt, also ein oder zwei Jahre junger, als Mordaunt Mertonn,die zweite >7. Sie waren die Freude ihres Vaters und das Lichtseiner alten Angen, und obgleich er sie mit einer Nachsicht be-handelte, welche ihm und seiner Ruhe sehr leicht hätte Gefahrbringen können, so vergalten sie doch seine Zärtlichkeit durch einBetragen, in welches sich, trotz ihres Verzuges, weder Mangelan Achtung noch weibliche Laune mischte.
Der Unterschied ihrer Gemüthsart, wie ihrer Gesichtsfarbewar besonders auffallend, obgleich, wie gewöhnlich, bei Beidenein gewisser Grad von Familienähnlichkeit nicht zu verkennenwar. Die Mutter der Mädchen war eine Schottin, aus denHochlanden von Sutherland, und die hinterlassene Tochter einesedlen Häuptlings gewesen. Dieser war während der Fehdendes 17. Jahrhunderts aus seinem Lande vertrieben worden, undhatte Schutz auf diesen friedlichen Inseln gefunden , deren Zu-stand, ungeachtet ihrer Armuth und Abgeschiedenheit, doch in so-