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3 (1851) Der Pirat
Entstehung
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konnte, daß er nicht reich war, so durfte man doch nach seinenAusgaben schließen, daß er nicht ganz arm sei. Er besaß über-dieß die Gabe der Unterhaltung, sobald er sie, wie wir schon be-merkt haben, geltend machen wollte, und sein Menschenhaß, oderseineAbneigung gegen die Geschäfte und den Verkehr des gewöhn-lichen Lebens sprachen sich oft auch in Gegensätzen aus, welche fürWitz galten, wenn eben kein besserer zn haben war. Vor Allemaber schien desMr.McrtvnnGeheimniß undurchdringlich, und seineErscheinung hatte daher das Anziehende eines Räthsels, das mangern mehrere Male liest, weil man es nicht zu lösen vermag.

Aller dieser empfehlende» Eigenschaften ungeachtet war aberdennoch Mr. Mertouns Charakter so sehr von dem seines Wir-thes verschieden, daß Magnus Troil, nachdem Jener eine Zeit-lang auf seiner Hauptbesltznng gewohnt hatte, sehr angenehmüberrascht wurde, als eines Abends, nachdem sie zwei Stunden,ohne ein Wort zu sprechen, bei einander gesessen, und Branntweinund Wasser getrunken hatten d.h. Magnus den Geist und Mer-toun das reine Element,der Gast seinen Wirth um dieErlaub-niß bat, den verlassenen Jarlshof, der am Ende des Bezirks vonDunroßnes, gerade unter Snmburgh-Head liege, als sein Päch-ter beziehen zu dürfen.Ich werde ihn so auf gute Art los,"dachte Magnus bei sich selbst;und sein freudetödtcndes Ge-sicht wird der kreisenden Flasche nicht mehr im Wege sein. Jndeßwird mich seine Entfernung schweres Geld kosten, denn ich muß nunCitronen kaufen, während vorher ein Blick von ihm hinreichte,«in ganzes Meer von Punsch hinreichend sauer zu machen."

Der wohlwollende Shetländcr stellte indeß, eben so groß-müthig als uneigennützig, Herrn Mertoun vor, daß er sich inseinem neuen Aufenthalte sehr einsam und unbehaglich fühlenwürde. In dem alten Hause, sagte er, wären kaum die aller-nothwendigstcn Meubles, keine lebende Seele mehrere Meilen