dert, da er dieGewohnhcit seiner Landsleute kannte, die mit sol-chen Heerden auf dem besten Grasplatze, den sie finden können, dieNacht zubringen, und sich vor Tagesanbruch entfernen, um derZahlung für das Nachtquartier zu entgehen. Aber er gerieth inBestürzung, als ein Hochländer aufsprang, ihn beschuldigte, dasVieh gestört zu haben, und ihn nicht weiter gehen lassen wollte,bis er mit seinem Herrn gesprochen hätte. Der Hochländer führteihn in ein Dickicht, wo er noch drei bis vier seiner Landsleute fand.„Und ich sah bald," sagte Andrew, „daß ihrer zuviel für eineHeerde waren; und an ihren Fragen merkte ich, daß sie anderesWerg ausdem Rocken hatten."
Sic fragten ihn genau nach Allem, was im Schlosse vorgc-gangcn war, und schienen über seine Nachrichten verwundertund betrübt.
„Und meiner Treu!" sagte Andrew, „ich sagte Ihnen Alles,was ich wußte: denn Dolche und Pistolen sind Dinge, denen ichin meinem Leben keine Auskunft verweigern konnte."
Sie sprachen leise mit einander und trieben endlich ihr Viehnahe an den Eingang der Allee, in einiger Entfernung vom Hause.Hierauf schleppten sie gefällte Bäume zusammen, die in der Nähelagen, und machten davon eine leichte Verschanzung quer über denWeg. Der Tag fing jetzt an, zu grauen, und ein matter Scheinim Osten verschmolz mit dem erblassenden Mondlichte, so daß mandie Gegenstände ziemlich deutlich unterscheiden konnte. Der rum-pelnde Ton einer Kutsche, die vier Pferde zogen, und sechs Mannzu Pferde begleiteten, wurde die Allee herab hörbar. Die Hoch-länder lauschten aufmerksam. In dem Wagen saß Jobson mit sei-nen unglücklichen Gefangenen. Das Gefolge bestand aus Rash-lcigh und mehrern Reitern, Gcrichtsdiencrn und ihren Gehülftn.Sobald wir durch das Thor am Eingänge der Allee fuhren, wurdecs durch einen Hochländer, der in dieser Absicht dastand, hinter