Euch Stoff zum Nachdenken für Euer ganzes Leben bieten — vonwelcher Art, das überlasse ich Eurem eigenen Gewissen, welchesnicht immer schlummern wird."
Rashleigh ging einige Male durch das Zimmer, trat zu demTische, wo der Wein noch immer stand, und schenkte mit zitternderHand ein volles Glas ein; als er aber sah, daß wir seine Bewegungbemerkten, unterdrückte er sie mit starker Anstrengung, sah unsfest mit trotziger Fassung an, und führte den Becher zum Munde,ohne einen Tropfen zu vergießen.
„Es ist meines Vaters alter Burgunder," sagteer, aufJob-son blickend. „Es freut mich, daß noch etwas davon da ist. —Ihr werdet passende Leute anstcllen , die in meinem Namen für dasHaus und mein Eigenthum Sorge tragen, und den aberwitzigenalten Kellner und diesen schottischen Narren Hinausweisen. Unter-dessen wollen wir diese Personen an einen füglicheren Ort in Ge-wahrsam bringen. Ich habe den alten Familienwagen für Euch inBereitschaft setzen lassen," fuhr er fort, „obwohl ich weiß, daßselbst das Fräulein zu Fuß oder zu Pferd der Nachtlufttrotzen könnte,wenn die Reise mehr nach ihrem Sinne wäre."
Andrew rang die Hände. „Ich sagte nur, daß mein Herr ge-wiß im Büchersaal mit einem Geiste spräche und der Schelm Lanciekönnt' einen alten Freund verrathen, der zwanzig Jahre lang denSonntag mit ihm aus demselben Psalmbuch gesungen hat!"
Ohne ihn seine Wehklagen beendigen zu lassen, warfman ihnmitSyddallausdemHause. Seine Vertreibung hatte indcß seltsameFolgen. Nach seiner Versicherung, zur Mutter Simpson zu gehen,bei der er aus alter Bekanntschaft ein Nachtlager zu finden hoffte,war er durch die Allee gegangen, und in den alten Wald gekommen,wie man's nannte, obwohl er jetzt eher zur Weide benutzt wurde,als er plötzlich auf eine schottische Heerde stieß, welche hier für dieNacht ausruhen sollte. Andrew war darüber keineswegs verwun-