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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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mer für das peinliche Gefühl meiner Lage wach, und furchtbareTräume beunruhigten mich.

Ich erinnere mich eines jener ängstlichen Träume-. Diana undich befanden uns in der Gewalt von Mac-Gregor's Frau, und soll-ten von dem Felsen in den See hinabgcstürzt werden. Das Zeichensollte eine Kanone geben, die Vernon, als Kardinal gekleidet, ab-zufcuern hatte. Nichts kann lebhafter sein, als der Eindruck, dendieser Traum auf mich machte. Noch in diesem Augenblicke könnteich die Scene malen, die stumme, muthvolle Ergebung in Diana'sAugen, die wilden, verzogenen Gesichter der Henker, die unsmit stets wechselnden, immer gräßlicheren Geberden umdrängten.Ich sah den strengen, unbeugsamen Fanatismus im Angesicht desVaters ich sah ihn die Lunte erheben die Todeslosung erscholl vielfach wiederholt von dem Echo der umherliegenden Felsenund ich erwachte aus eingebildetem Schrecken zu wirklichem.

Die Töne in meinem Traume waren keine Täuschung. Sieschallten auch »och wachend in mein Ohr; allein es vergingen einigeMinuten, ehe ich mich zu sammeln und genau zu unterscheiden ver-mochte, daß sie von heftigen Schlägen an das Thor herrüyrten.Ich sprang erschrocken vom Lager auf, nahm meinen Degen unterden Arm, und eilte hinaus, um Jedermann den Eintritt zu verweh-ren. Nothwendig aber mußte ich einen Umweg nehmen, da dieBibliothek die Aussicht nicht nach dem Hose hatte, sondern nach demGarten. Als ich die Treppe erreichte, aus deren Fenstern man inden Eingangshof sah, hörte ich Syddall's schwache und furchtsameStimme im Wortwechsel mit rauhen Stimmen, welche auf Grundeiner Vollmacht des Friedensrichters Standish, und im Namen desKönigs, Einlaß begehrten, und den alten Diener mit den schwerstenStrafen drohten, wenn er nicht sogleich Gehorsam leiste. Wäh-rend sie noch sprachen, vernahm ich zu meinem unaussprechlichen