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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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indem ich die Aussicht hatte, ihn los zu werden, wenn ich ihm seinealte Stelle wieder einräumte. Ich begreife nicht, wodurch er sichmeines Vaters Gunst erworben hatte, es müßte denn durch die Ver-schlagenheit gewesen sein, mit der er sich den Schein großer An-hänglichkeit an seinen Herrn zu geben wußte, welche theoretischeAnhänglichkeit er in der Praxis ohne Bedenken mit allen Arten vonStreichen verträglich machte, nur mit der Bedingung, daß Nie-mand seinen Herrn betrog, als er allein.

Wir legten unsere Reise ohne irgend ein besonderes Abenteuerzurück, und fanden das Land, welches vor Kurzem durch Aufruhrerschüttert wurde, jetzt schon wieder in Frieden und Ordnung. Je-mchr wir uns dem Schlosse Osbaldistonc näherten, desto mehr fühlteich mein Herz bei dem Gedanken zusammengepreßt, in diese verödeteWohnung zu treten; und um den gefürchteten Augenblick aufzu-schieben, beschloß ich, zuerst dem Richter Jnglewoo-d einen Besuchzu machen.

Dieser achtbare Mann war durch den Gedanken an seine frü-heren und seine jetzigen Verhältnisse sehr beunruhigt worden, undnatürliche Erinnerungen an die Vergangenheit hatten mit denPflichten seines jetzigen Amtes nicht wenig in Widerspruch gestan-den. Er war jedoch so glücklich gewesen, seinen Schreiber Jobsonlos zu werden, welcher ihn endlich im Groll über seine Trägheit ver-lassen ha>,e, und der Gehülfe eines gewissen Squire Stomdisch ge-worden war, der seit Kurzem als Friedensrichter fungirte, undeinen solchen Eifer für König Georg und die protestantische Erb-folge zeigte, daß Jobson mehr Gelegenheit fand, in die Schrankender Gesetze zu verweisen, als zur Lhätigkeit anzuspornen.

Richter Jnglewood empfing mich sehr freundlich und überlie-ferte mir bereitwillig meines Oheims Testament, das ohne alle Feh-ler zu sein schien. Er war Anfangs in sichtlicher Verlegenheit, wieer in meiner Gegenwart sprechen und handeln sollte; als er aber