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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
229
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glaubte ich, nur in jener Gegend Nachrichten von Diana's Schick-sal erhalten zu können. Ich hatte allen Grund, zu fürchten, daß esvon dem, was ich wünschte, weit verschieden war. Ich konnte vonihr nichts erfahren. Vergebens bemühte ich mich, durch thärigeBeweise freundlicher Theilnahme das Vertrauen einiger entferntenVerwandten zu gewinnen, die sich unter den Gefangenen in New-gate befanden. Ein Stolz, den ich nicht verdammen konnte, undein natürlicher Argwohn gegen den Whig, Frank Osbaldistone,den Vetter des zweifachen Verräthers Rashleigh, verschlossen jedesHerz und jeden Mund vor mir, und ich erhielt nur kalten, erzwun-genen Dank für die Wohlthaten, die ich ihnen erwies. Der Armder Gesetze verringerte auch nach und nach die Zahl derer, welchenich zu dienen suchte, und die Herzen der Ueberlebcnden wurden nunnoch verschlossener gegen Alle, welche sie mit der bestehenden Regie-rung in Verbindung glaubten. In ganzen Abtheilungen zum Todegeführt, verloren die noch Lebenden alles Interesse an den Men-schen und das Verlangen, sich ihnen mitzutheilen. Ich werde nichtleicht vergessen, was Mac Shafton mir antwortete, als ich beküm-mert fragte, ob ich ihm irgend eine Erquickung verschaffen könnte?Mr. Osbaldistone," sagteer,ich muß glauben, daß Ihr es gutmeint, und ich danke Euch dafür; aber, bei Gott, man kann sichnicht mästen lassen, wie das Hühnervieh, wenn man Lag für Tagseine Nachbarn zum Richtplatz führen sieht, und weiß, daß dereigene Hals ebenfalls zugeschnürt wird, wenn er an die Reihekommt."

Im Ganzen war ich daher froh, London und Newgate und dieSccnen, die ich hier sah, zu verlassen, um die freie Luft von Nor-thumberland zu athmen. Andrew war in meinem Dienste geblie-ben, mehr nach meines Vaters Wunsche, als nach meinem eigenen.Für den Augenblick indeß konnte seine örtliche Kcnntniß des Schlos-ses und der Gegend von Nutzen sein, und er begleitete mich daher,