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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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schlimmer, er bilde sich viel ein, und er, Andrew, hasse den Dün-kel. Aber gewiß werd' es dem jungen Herrn zwischen den Pistolenund Flinten der Reiter, den Dolchen und Schwertern derHochländer,und den tiefen Fluthen und Wellen des Stromes, übel genug ge-gangen sein.

Diese Aussage würde Owen zur Verzweiflung getrieben haben,wenn er allein und ohne Beistand gewesen wäre; mein Vater aberwurde durch seine Menschenkenntniß leicht in den Stand gesetzt, dieSinnesart des Erzählers und den wahren Verlauf seiner Nachrich-ten zu würdigen. Dennoch waren diese auch ohne alle Uebertrei-bung beunruhigend genug. Erbeschloß, sich selbst auf den Weg zumachen, um durch Lösegeld oder Unterhandlung meine Freiheit zubewirken, und war mit Owen noch spät in der Nacht beschäftigt,nothwcndige Briese durchzugehen und ihm einige Geschäfte aufzu-tragen, die während seiner Abwesenheit vollendet werden sollten;und so traf es sich, daß ich sie noch wachend fand.

Es war spät, als wir uns trennten, und zu ungeduldig, umder Ruhe lange zu genießen, stand ich früh wieder auf. Andrewzeigte sich pflichtmäßig, um seinen Dienst zu versehen, und stattder Feldscheuchengestalt, in welche die Hochländer ihn versetzt hat-ten, erschien er jetzt in tiefer Trauer. Erst nach einigen Fragen,die der Schelm so lange als möglich mißverstehen wollte, brachteich heraus, daß er es für anständig gehalten hätte, meinetwegenTrauer anzulegen, und da der Trödler, in dessen Bude er sich aus-gestattet, den Anzug nicht wieder nehmen wollte, und er in meinenDiensten um seine eigenen Kleider gekommen sei, so würden ich undmein Vater, den die Vorsehung gesegnet hätte, gewiß nicht zugc-ben, daß ein armer Bursche den Verlust trüge, besonders ein alterund treuer Diener des Hauses. Da seine Beschwerde über erlitte-nen Verlust in meinem Dienst allerdings gegründet war, so gelangihm seine List, und er kam zu einem guten Traueranzuge, als