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Alles das sprach sic mit dem Benehmen einer Fürstin, indemTone und Ausdrucke eines Hofes. Auch verrieth sich nicht der ge-ringste Anstrich jener Gemeinheit, die wir gewöhnlich mit derSprache von Nicderschottland verbinden. Zwar hörte man einescharfe Provinzial-Betonung, allein sonst sprach sie Alles, was sieaus dem poetischen Gaclischen in das Englische übertrug, das sicsich eigen gemacht hatte, wie wir todte Sprachen lernen, aberwahrscheinlich im gemeinen Lebensverkehr nie hörte, mit Anmuth,Geläufigkeit und Nachdruck. Ihr Mann, der in seinem Lebenso viele Rollen gespielt hatte, bediente sich einer weit weniger erha-benen und nachdrücklichen Sprache — allein selbst seine Sprachewurde reiner, wenn die Gegenstände, über die er sich äußerte, rüh-rend und ergreifend waren, und bei ihm, wie bei Andern, die ichkannte, habe ich beobachtet, daß die Hochländer, wenn sie vertrau-lich und scherzhaft reden, den niederschottischen Ausdruck anneh-men, sobald sie aber ernsthaft und leidenschaftlich sind, ihre Gedan-ken in ihrer heimarhlichen Sprache ordnen, und wenn sie dieselbendann in der englischen ausdrücken, tönen sie wild, erhaben unddichterisch.
Helene lud uns zu einer Erfrischung ein, die auf dem Rasenausgcbrcitet war, und das Beste darbot, was ihre Berge liefernkonnten; allein ihr Genuß wurde durch den finstern, unwandelba-ren Ernst getrübt, der aus der Stirn unserer Wirthin ruhte, unddurch unsere bangen Erinnerungen an die Ereignisse des vorigenTages. Vergebens suchte der Häuptling Fröhlichkeit zu erwecken.Ein Schauder erfüllte unsere Seelen, als ob wir bei einem Lei-chenmahle wären, und jede Brust fühlte sich leichter, als es zuEnde war.
„Lebt wohl, Vetter," sagte Helene zu Zarvie, indem wiraufstanden. „Der beste Wunsch, den Helene Mac-Gregor gegen ei-nen Freund aussprechcn kann, ist, daß er sie nie Wiedersehen möge."