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gcncr Kraft damit verbunden wäre, und diese pünktliche Ehrer-bietung und strenge Förmlichkeit, welche bei einem gewöhnlichenLandmanne lächerlich sein würden, erscheinen bei dem kriegerisch ge-rüsteten Hochländer ganz angemessen. Daher war auch unser Em-pfang nicht ohne Feierlichkeit.
Die Hochländer, welche auf der Höhe zerstreut gewesen waren,zogen sich bei unserer Annäherung zusammen, und standen regungs-los in geschlossenen Gliedern hinter drei Gestalten, in denen ichbald Helene Mac - Gregor und ihre beiden Söhne erkannte. Robinordnete seine Begleiter im Nachzuge, und wo die Anhöhe steilwurde, bat er Jarvie, abzusteigen, und führte uns an der Spitzedes Trupps langsam hinauf. Als wir uns näherten, hörten wirdie wilden Töne der Sackpfeifen, die, mit dem Rauschen des Was-serfalles vermischt, ihren natürlichen Mißklang verloren. Mac-Gregor's Frau kam uns einige Schritte entgegen. Ihr Anzug warsorgfältiger nach weiblichem Geschmack als am vorigen Tage, al-lein ihre Züge trugen den selben stolzen, unbiegsamen und entschlos-senen Charakter, und als sie meinen Freund Jarvie in einer uner-warteten und offenbar unwillkommenen Umarmung umfaßte, ver-rieth mir die Bewegung seiner Perücke, seines Rückens und seinerBeine, daß ihm ungefähr so zu Muthe war, wie Einem, der sich plötz-lich von einer Bärin ergriffen fühlt, ohne unterscheiden zu können,ob das Thier freundlich oder grimmig ist. „Vetter!" sagte sic,„Ihr seid willkommen — und auch Ihr, Fremdling!" fügte siezu mir gewendet hinzu, indem sie meinen erschrockenen Gefährtenlosließ, der unwillkührlich zurücktrat und seine Perücke zurechtsetzte. — „Ihr seid auch willkommen. — Ihr kamt in unser unglück-liches Land, als unser Blut erhitzt und unsere Hand geröthet war.Entschuldigt die Rauhheit, die Euch rauhen Empfang gab, undschreibt's der bösen Zeit zu, nicht uns."