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2 (1851) Robin der Rothe
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fchiffes annahme, und ein hochländischer Häuptling wählte nichtunangemessen eine Gegend, wo die seiner Heimath cigenthümlichenerhabenen Gegenstände auf das Gemüth der Gäste den vollsten Ein-druck machen konnten.

Wir stiegen am Ufer des Sees am Rande eines rauschendenBaches aufwärts, und rechts blieben einige hochländische Hüttenliegen, umgeben von Stücken urbaren Landes, das aus den anlie-genden Gebüschen gleichsam ausgehauen war, und Gerste und Ha-fer trug. Ucber diesen beschränkten Raum hinauf wurde der Hügelsteiler, und auf dem schroffen Rande desselben entdeckten wir dieschimmerden Waffen und wehenden Gewänder von ungefähr fünfzigMännern aus Mac-Gregor's Gefolge. Sie standen an einer Stelle,an die ich mich immer noch mit Bewunderung erinnere. Der Bachtraf hier in seinem Laufe eine Felswand, über die er sich in zweiFällen hinabstürzte. Der erste Fall, über den sich eine prächtigealte Eiche, aus dem jenseitigen Ufer hervorgewachsen, wölbte, alsob sie die dunkeln Gewässer der Cascade beschirmen wollte, mochtezwölf Fuß hoch sein. Der gebrochene Strom fiel in ein schönes Fel-senbecken, fast so regelmäßig, wie mit dem Meißel gehauen, undnachdem er sich auf dessen steinigen Rande herumgedreht hatte,stürzte er steil, wenigstens fünfzig Fuß tief, durch eine dunkle engeSchlucht, und eilte dann in etwas sanfterem Laufe dem See zu.

Mit dem natürlichen Geschmacke, der besonders den schot-tischen Hochländern eigen ist, deren Gefühle, wie ich bemerkt habe,oft etwas Romantisches und Poetisches zeigen, hatten Robin's Frauund Anhänger unser Frühstück an einem Orte bereitet, der wohlberechnet war, dem Fremdlinge ein Gefühl von Ehrfurcht einzu-flößen. Auch sind die Hochländer von Natur ein ernstes und stol-zes Volk, und wie roh sie uns auch erscheinen mögen, gehen sie dochin ihren Begriffen von Anstand und Höflichkeit so weit, daß manes für übertrieben halten würde, wenn nicht der Ausdruck überle-