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2 (1851) Robin der Rothe
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rief er als Schluß,der Weibern ein Geheimniß zu bewahren, oderdie Macht, es zu mißbrauchen, gibt! Narren soll man keineStöcke in die Hände geben."

Wir waren dem Dorfe jetzt bis aus eine Mertclmcile nahe ge-kommen, als drei Hochländer auf uns zusprangen, und uns mitvorgchaltenem Gewehr befahlen, zu stehen und unser Geschäft zunennen. Das einzige Wort Gregarach, das mein Begleiter mitseiner tiefen, gebieterischen Stimme aussprach, wurde mit einemRufe oder vielmehr Geschrei freudiger Wiedcrerkennung beantwor-tet. Der Eine warf sein Gewehr von sich, und umfaßte die Knieeseines Häuptlings so fest, daß sich dieser nicht losmachen konnte;dabei ergoß sich der Mensch in einen Strom gaclischer Glückwünsche,die dann und wann zu einem Freudengcschrei wuchsen. Die beidenAndern eilten, nachdem das erste Geheul vorüber war, buchstäblichmit der Geschwindigkeit der Rehe voran, wetteifernd, wer demDorfe, das eine starke Abtheilung von Mac-Gregor's Leuten besetzthielt, zuerst die frohe Nachricht von Robin's Flucht und Rückkehrbringen würde. Die Kunde erregte so lauten Jubel, daß die Ge-birge wiederhallten, und Jung und Alt, Männer, Weiber undKinder, ohne Unterschied des Geschlechts und Alters, eilten dasThal hinab, uns lärmend entgegen, schnell und wie ein Bergstrom.Als ich das ungestüme Geräusch und Geschrei der freudigen Mengevernahm, hielt ich es der Klugheit für angemessen, den Häuptlingzu erinnern, daß ich ein Fremder und unter seinem Schutze sei. Erhielt mich daher fest bei der Hand, während die Menge uns unterwahrhaft rührenden Aeußerungcn inniger Ergebenheit und Freudeüber seine Rückkehr umgab, und nicht eher reichte er seinen An-hängern die Hand, welche Alle begierig suchten, bis er ihnen zu ver-stehen gegeben hatte, daß ich freundlich und aufmerksam behandeltwerden sollte.