Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
178
Einzelbild herunterladen
 

einen älter» und einen jungen Mann, deren Beschreibung auf unspaßte, fest zu halten. Dies erregte von Neuem die Lachlust desGeächteten.

So wahr ich lebe," sagte er,sic haben meinen Freund Jar-vie für die Excellenz und Euch für Diana Vernon gehalten. O,die vortrefflichen Nachteulen!"

Miß Vernon?" fragte ich zögernd, und erwartete zitternddie Antwort.Führt sie noch diesen Namen? Sie ritt ebenhier mit einem Manne vorüber, der eine Art von Gewalt über sie zuhaben schien."

Ja, ja," antwortete Robin,sie steht jetzt unter rechtmä-ßiger Gewalt, und cs war hohe Zeit für einen solchen Wildfang.Aber ein herzhaftes Mädchen ist's! Schade, daß die Excellenz einBischen ältlich ist. So Einer als Ihr, oder mein Robert, oderHamish, würde den Jahren nach besser gepaßt haben."

Hier fielen die Kartenhäuser ganz zusammen, die meine Phan-tasie, meiner Vernunft zum Trotze, oft so gern erbaute. Obgleichich in der That kaum etwas Anderes erwarten konnte, daichvor-aussctzen mußte, daß Diana in einem solchen Lande und zu einersolchen Stunde nur mit einem Manne reisen konnte, der einen recht-mäßigen Anspruch hatte, sie zu beschützen, so fühlte ich doch denStreich, als er mich traf, nicht weniger schmerzlich, undRobin'sWorte, die mich aufforderten, weiter zu erzählen, tönten in meinOhr, ohne meinem Geiste deutlich zu werden.

Ihr seid krank," sagte er endlich, nachdem er mich zweimalangercdet hatte, ohne eine Antwort zu erhalten.DasTage-werk war zu schwer für Einen, der an dergleichen nicht ge-wöhnt ist."

Der freundliche To» dieser Worte brachte mich zu mir selbst,und erinnerte mich daran, was meine Lage fordere. Ich fuhrin meiner Erzählung fort, so gut ich konnte. Robin der