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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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einem unwillkührlichen Schauder durchdrungen zu werden. DieAussprache der Hochländer gibt ihren Worten gewöhnlich einen tie-fen, hohlen Klang, sowohl wegen der häufigen Kehllaute ihrerSprache, als weil sie meistens mit besonderer Betonung sprechen.Mit diesen Volks - Eigenheiten verband Robin der Rothe eine rauheGleichgültigkeit gegen Ausdruck und Sitte, und vcrrieth einGe-müth, das durch nichts entmuthigt, überrascht und bewegt wurde,so furchtbar, plötzlich und betrübend es auch sein mochte. Gewohn-heit der Gefahr und unbegränztes Vertrauen aufseine eigene Kraftund Klugheit, hatten ihn gegen dieFurcht gleichgültig gemacht, unddas gesetzlose, unsichere Leben, das er führte, hatte seine Gefühlefür Andere abgestumpft, wenn auch nicht ganz zerstört. Ueberdieswar ich vor Kurzem Zeuge der Grausamkeit gewesen, mit der einwehrlos Bittender von seinen Anhängern umgebracht wurde.

In der Stimmung aber, in der ich mich jetzt befand, war mirdie Gesellschaft des Geächteten als eine Linderung meiner eigenenquälenden Gedanken willkommen, und ich nährte die Hoffnung,daß ich mit seiner Hülfe einen Leitfaden durch das Labyrinth erhal-ten könnte, worin mein Schicksal mich verwickelt hatte. Herzlicherwiderte ich daher seine Begrüßung, und wünschte ihm Glück zuseiner Rettung unter Verhältnissen, wo die Flucht unmöglich ge-schienen hatte.

Ei," erwiderteer,es ist wohl so weit zwischen dem Halseund der Weidenruthe, *) als zwischen dem Becher und dem Maule.Meine Gefahr war aber geringer, als Ihr denken möget, da Ihrhier im Lande fremd seid. Unter den Männern, die mich fangenund festhalten und wiederfangen sollten, war ein Theil, der gar

I» Schottlandznnd Irland werden, zur Ersparnng des Hanfes,Stricke hänfig ans Weidenrnthc» gewnndcn.