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2 (1851) Robin der Rothe
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thum wieder erlangt habe, so bleibt es doch noch immer meinePflicht, meinen Freund Jarvie aus einer Lage zu befreien, in dieer sich um meinetwillen verwickelt hat, und wo könnte ich überdiesein Nachtlager finden, als in dem kleinen Wirthshause von Aber-foil? Sie müssen auch da verweilen, weil sie zu Pferde unmöglichweiter kommen können. Wir werden uns also Wiedersehen, viel-leicht zum letzten Male allein ich werde sie sehen, sie hören ichwerde erfahren, wer der Glückliche ist, der das Ansehen eines Ge-mahls über sie übt, ich werde erfahren, ob es in der bedenklichenLage, in die sie verwickelt zu sein scheint, irgend etwas gibt, dasich zu entfernen vermag, ob ich etwas thun kann, meine Dank-barkeit für ihre Großmuth für ihre uneigennützige Freundschaft,zu beweisen.

Während ich so mit mir selbst sprach, und das leidenschaftlicheVerlangen, meine Cousine wieder zu sehen und zu sprechen, mitjedem Vorwände beschönigte, den ich aufzusinden vermochte, wurdeich plötzlich durch einen Schlag auf die Schulter begrüßt, und dietiefe Stimme eines Hochlanders, der noch schneller ging, als ich,sotüchtigich auch auszuschreiten glaubte, rief mir zu:EineseineNacht, Mr. Osbaldistone! Haben uns schon eine Stunde vorhergetroffen."

Mac-Gregor's Stimme war nicht zu verkennen. Er war sei-nen Verfolgern entkommen, und in vollem Rückzuge zu seiner Wild-niß und seinen Anhängern. Auch hatte er sich, wahrscheinlich indemHause eines heimlichen Freundes, wieder bewaffnet; denn er trug einGewehr aus der Schulter, und die gewöhnliche Waffe der Hochlän-der an der Seite. In einer andern Stimmung würde es mir nichtangenehm gewesen sein, mit einem solchen Manne in einer solchenLage und in einer so späten Stunde der Nacht, allein zu sein; dennobgleich ich gewohnt war, Robin mehr als Freund zu betrachten,will ich doch offen gestehen, daß ich ihn nie sprechen hörte, ohne von