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unnöthig in Gefahr zu setzen. Als der Lärm nachzulassen ansingund der Hufschlag der Pferde seltener in der Nähe meines Zufluchts-ortes ertönte, war mein erster Gedanke, den Herzog aufzusuchcn,wenn Alles ruhig wäre, und mich ihm als ein treuer Untertha-n zuüberliefern, der die Gerechtigkeit nicht zu fürchten, und als ein Frem-der, der allen Anspruch auf Schutz und Gastfreundschaft zu machenhatte. Mit diesem Borsatze kroch ich aus meinem Versteck hervor,und blickte umher.
Die Dämmerung war nun beinahe in Dunkelheit übergegan-gen; nur noch wenige Reiter befanden sich auf dem linken Ufer, undvon denen auf der andern Seite hörte ich nur den fernen Hufschlagder Pferde und die gezogenen Töne der Trompeten, welche durchdie Wälder schallten, um die Nachzügler herbeizurufen. Ich be-fand mich daher in einer ziemlich schwierigen Lage. Ich hatte keinPferd, und der tiefe, wirbelnde Strom, getrübt durch den Auf-ruhr, dessen Schauplatz er gewesen war, und im bleichen Mond-licht noch trüber, hatte nichts Einladendes für einen Fußgänger,der nicht daran gewöhnt war, Ströme zu durchwaten, und dervor Kurzem bei diesem gefährlichen Uebergange die Reiter bis überden Sattel versinken sah. Blieb ich dagegen auf dem linken Ufer, sohatte ich keine andere Aussicht, als nach allen erduldeten Mühselig-keiten dieses Tages und der vorhergehenden Nacht, die jetzt herein-brechende »I ti-esco auf einem hochländischen Berge zuzubringen.
Nach kurzem Bedenken fing ich an, zu erwägen, daß Andrew,der ohne Zweifel mit den übrigen Dienern über den Strom ging,nach seiner sürwitzigen, abgeschmackten Gewohnheit, sich immerhervorzudrängen, nicht ermangeln würde, dem Herzoge oder einercompetentcn Behörde über meinen Stand und meine Lage Berichtzu erstatten. Es war also für meinen Character nicht nothwendig,mich sogleich zu stellen, und auf die Gefahr hin, im Strom zu er-trinken, die Spur der Reiter zu verfehlen, wenn ich wirklich glück-