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2 (1851) Robin der Rothe
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und einige Mal führten diese Vorfälle zum blutigen Streite. DieTrompeten ertönten daher zum Rückmarsch. Der Befehlshaberhatte, so ungern es auch geschehen mochte, für jetzt die Hoffnungaufgegeben, die wichtige Beute, die ihm so unerwartet entrissenwar, wiederzugewinnen, und langsam, zögernd, und mit einanderstreitend, fingen die Reiter an, sich wieder in ihre Reihen zu stel-len. Ich sah sie dunkel am südlichen Ufer des Stromes, dessen Ge-murmel, lange übertäubt von dem lautern Geschrei rachgierigerVerfolgung, sich nun dumpf mit den tiefen, mißmuthigen undschmähenden Stimmen der getäuschten Reiter vermischte.

Bis jetzt war ich nur ein Zuschauer bei dem seltsamen Schau-spiel gewesen, obschon keineswegs gleichgültig. Allein nun hörteich plötzlich rufen:Wo ist der Engländer? Er war es, der Robindas Messer gab, den Gurt loszuschneiden!"

Haut ihn in Stücken!"Jagt ihm eine Kugel durch denKopf!"Stoßt ihm das Schwert in den Leib!" riefen mehrereStimmen nach einander. Und ich hörte verschiedene Reiter hin undher sprengen, ohne Zweifel in der freundlichen Absicht, diese Dro-hungen auszuführen. Ich erkannte sogleich meine Lage und warüberzeugt, daß Bewaffnete, deren gereizte und entflammte Leiden-schaft durch nichts beschränkt wurde, mich vermuthlich niedcrma-chen und dann untersuchen würden, ob sie recht gethan hätten.Von diesem Gedanken erfüllt, sprang ich vom Pferde, das ich lau-fen ließ, und drängte mich in ein Erlengebüsch, in welchem ich beider zunehmenden Dunkelheit der Entdeckung nicht leicht ausgesctztzu sein glaubte. Wäre ich dem Herzoge nahe gewesen, so würdeich seinen Schutz in Anspruch genommen haben, allein er hatte denRückzug bereits angetreten, und ich sah auf dem linken Ufer keinenOfsicier von hinreichendem Ansehen, um mich zu schützen, wenn ichmich ihm hätte ergeben wollen. Ich glaubte, daß mir unter sol-chen Umständen kein Ehrenpunkt verschreiben könne, mein Leben