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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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fuhr, waren viele von denen, die am eifrigsten bemüht zu sein schie-nen, dem Emflohenen nachzusetzen und ihn zu fangen, im Grundeam wenigsten dafür, daß man ihn ergreifen sollte, und stimmten indas Geschrei nur mit ein, um die allgemeine Verwirrung zu vermeh-ren und Robin desto bessere Gelegenheit zum entkommen zu geben.

Einem so geschickten Schwimmer, wie der Freibeuter war,konnte es, nachdem er dem ersten Ausbruche der Verfolgung ent-gangen war, nicht schwer werden, zu entkommen. Einmal sah ichihn hart bedrängt, und mehrere Hiebe fielen rings um ihn her in dasWasser, was mich an die Ottern-Jagden erinnerte, die ich in Os-baldistone-Hall gesehen hatte, wo das Thier dadurch, daß es ge-zwungen war, den Kopf über das Wasser zu erheben, um frischeLuft zu schöpfen, von den Hunden entdeckt wurde, während! cs ih-nen, sobald es sich gestärkt hatte, durch Untertauchen wieder entging.Mac-Gregor war indcß listiger als die Ottern; denn als man ihnam härtesten verfolgte, löste er unbemerkt seinen Plaid ab, undließ ihn von dem Strome fort treiben, so daß er schnell die allge-meine Aufmerksamkeit erregte. Viele Reiter wurden dadurch aufeine falsche Spur geführt, und mancher Schuß oder Hieb von derPerson abgeleitet, der sie galten.

Sobald der Gefangene einmal aus dem Gesichte war, wurdecs fast unmöglich, seiner wieder habhaft zu werden, denn die stei-len Ufer machten den Fluß an vielen Stellen unzugänglich, oderDickichte von Erlen, Pappeln und Birken, welche das Ufer über-hingen, verhinderten die Annäherung der Reiter. Irrungen undUnfälle unter den Verfolgern hatten sich auch zugetragen, und dieanbrcchende Nacht machte das Unternehmen mit jedem Augenblickehoffnungsloser. Einige wurden von den Wirbeln des Stromes er-griffen und riefen nach dem Beistand ihrer Gefährten, um sie vomertrinken zu retten. Andere, die in der Verwirrung durch Schußoder Hieb verwundet wurden, riefen um Hülfe, oder drohten Rache,