Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
157
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zweiRottenSoldaten mitKarabinern und aufgepflanzten Bajonet-ten folgten.

Ich hatte diesen Mann noch nie in seiner Landestracht gesehen,welche die Eigentümlichkeiten seiner Gestalt in ein noch auffallen-deres Licht setzte. Ein Krauskopf von rothcm Haar, das der Hutund die Perücke der niederländischen Tracht großenteils verborgenhatte, zeigte sich jetzt unter der hochländischen Mütze, und rechtfer-tigte den Beinamen des Rothen, unter dem er im Niederlandebekannt war, und, wie ich glaube, noch immer in der Erinnerungfortlebt. Auch ließ sich diese Benennung deshalb auf ihn anwenden,weil seine Beine, vom Saume des Schurzes bis zum Rande derkurzen Strümpfe hinab, nach hochländischer Sitte unbedeckt, vor-züglich um die Kniee mit einem dichten, rothaarigen Felle überzo-gen waren, und dadurch eben jo, wie durch das nervige Aussehenvon ungewöhnlicher Kraft, den Schenkeln eines rothen hochländi-schen Bullen glichen. Durch seinen veränderten Anzug, so wie da-durch, daß ich mit seinem wahren und furchtbaren Eharakter be-kannt geworden war, hatte er in meinen Augen ein um so viel wil-deres und auffallenderes Aeußere, daß ich ihn kaum wieder erkannte.

Sein Benehmen war kühn, ungezwungen, und in so weit seineBande es nicht hinderten, stolz und sogar würdevoll. Er verbeugtesich vor dem Herzoge, nickte mehreren Andern zu, und zeigte einigeUeberraschung, auch mich hierzu finden.

Wir haben uns lange nicht gesehen, Mr. Campbell," sagteder Herzog.

So ist es Mylord und Herzog! Ich wünschte, wir hättenuns wiedergcsehen (dabei blickte er auf die Bande seiner Arme), woich besser im Stande gewesen wäre, Euch die schuldige Höflichkeitzu erweisen. Aber es gibt eine gute Zeit für Alles."

Keine Zeit, wie die gegenwärtige, Mr. Campbell," erwi-derte der Herzog;denn die Stunden entfliehen schnell, in denen