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Ihr Eure letzte Rechnung mir allen irdischen Dingen abzuschließenhabt. Ich sag' es nicht, um Eures Unglücks zu spotten, aber Ihrmüßt selbst einschen, daß Ihr Euch dem Ende Eurer Laufbahn nä-hert. Ich läugne nicht, daß Ihr zuweilen weniger Schaden ange-richtct habt, als Andere von Eurem unseligen Gewerbe, und daßIhr auch gelegentlich Beweise von Talent und selbst Neigungen ge-zeigt habt, die etwas Besseres versprachen. Allein Ihr wißtselbst, wie lange Ihr das Schrecken und der Unterdrücker Eurerfriedlichen Nachbarn gewesen seid, und durch welche Gcwaltthätig-keitcn Ihr Eure unrechtmäßige Macht behauptet und erweiterthabt. Kurz, Ihr wißt, daß Ihr den Tod verdient, und müßtEuch also darauf bereiten."
„Mylord," antwortete Robin derRorhc, „obwohl ich EuerGnaden mein Unglück vor die Thür legen könnte, werde ich dennochniemals sagen, daß Ihr mit Wissen und Willen davon der Urhebergewesen seid. Hätt'ich das geglaubt, Mylord, so würden EuerGnaden heute nicht über mich Gericht halten; denn Ihr wäret mirdreimal schußgcrecht, wo Ihr nur an's rothe Wild dachtet, und we-nig Leute haben mich mein Ziel fehlen sehen. Aber man hat mich beiEuch verläumdet, und Euch gegen einen Mann aufgebracht, der sofriedlich war, wie irgend einer im Lande, und in Eurem Namenward ich auf's Aeußerste getrieben. Ich habe einige Vergeltung anihnen genommen, und ich hoffe, es zu erleben, auch das zu vergel-ten, was Ihr jetzt sagt."
„Ich weiß," sagte der Herzog mit steigendem Unwillen, „daßIhr ein entschlossener, vermessener Schurke seid, der sein Worthält, wenn er Unheil zu stiften schwört, aber ich werde dafür Sorgetragen, Euch daran zu verhindern. Ihr habt keine Feinde, alsEure bösen Thaten."