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„Aber dennoch," sagte der Herzog mit einem bedeutsamenLächeln, „meint Ihr, glaub'ich, eine solche Freiheit könne mandem Freunde eines Freundes verzeihen, und man hält Robin fürkeinen Feind der Freunde Major Galbraith's jcnseit des Meeres."
„Wenn's so wäre, Mylord," versetzte Garschattachin in dem-selben scherzenden Tone, „so ist's nicht das Schlimmste, was ichvon ihm gehört habe. Aber ich wollte, wir hätten Nachricht vonden Clans, auf die wir so lange warten. Ich wünschte zu Gott,sie möchten uns ihr Hochlandswort hatten;— aber ich glaube, ichkenne sie besser. — Es taugt nicht, die Hosen über die Stiefel zuziehen."
„Ich glaube das nicht," sagte derHerzog. „Diese Herrensind als Männer von Ehre bekannt, und ich muß nothwendig er-warten, daß sie ihr Versprechen lösen. Es mögen noch ein PaarReiter nach unfern Freunden ausgesendet werden. Vor ihrer An-kunft können wir cs nicht wagen, den Paß anzugreifen, in dem sichder Capitain Lhornton überfallen ließ, und wo, wie ich weiß,zehn Mann Fußvolk gegen das beste Reiterregiment Stand hal-ten können. — Unterdessen laßt der Mannschaft Erfrischungenreichen."
Auch ich zog Vortheil aus diesem Befehle, und das war mirum so nothwendiger und angenehmer, da ich seit unserem eiligenMahle am Abend vorher in Abersoil nichts genossen hatte.
Die ausgeschickten Vedetten kehrten ohne Nachricht von den er-warteten Hülfsvölkern zurück, und die Sonne näherte sich demUntergange, als ein Hochländer, der zu den Clans gehörte, miteinem Briefe erschien, den er dem Herzoge mit der tiefsten Verbeu-gung überreichte.
„Ich wette einen Oxhoft Claret," rief Garschattachin, „dasist die Botschaft, daß die verwünschten Hochländer, die wir hierunter so vielen Plagen und Beschwerden erwartet haben, sich zurück-