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großes Elend, das Land der Plünderung auszusetzen, welche manjetzt, bei Annäherung der langen Nächte, schwerlich würde verhin-dern können, da cs unmöglich sei, jeden Punkt zu bewachen, unddicHochländer gcwißdieunbesctztcn Stellen zu finden wissenwürden.Es sei hart, fügten sic hinzu, die unglücklichen Gefangenen demTodcsurtheile Preis zu geben, das man in der ersten Aufwallungder Rache gewiß vollziehen würde.
Garschattachin ging, der Ehre des Herzogs vertrauend, nochweiter, obgleich er wußte, daß dieser aus besondern GründendemGefangenen abgeneigt war. Robin der Rothe, sagte er, sei zwarein bedenklicher Nachbar für das Niedcrland, und besonders lästigfür Se. Herrlichkeit; und wenn er auch das Handwerk eines Cate-rans weiter triebe, als in diesen Tagen irgend Jemand, so wäre erdoch sonst ein geschcidter Kerl, und es möchte wohl noch Mittel ge-ben, ihn zur Vernunft zu bringen; sein Weib hingegen und seineSöhne wären rastlose Feinde, ohne Furcht und Erbarmen, undwürden an der Spitze seiner Spießgesellen eine ärgere Landplagesein, als er je gewesen wäre.
„Oho! Oho!" erwiderte derHerzog, „die Klugheit und Listdieses Menschen hat seine Herrschaft so lange erhalten. Ein ge-wöhnlicher hochländischer Räuber würde in so vielen Wochen unter-drückt worden sein, als er Jahre gehauset hat. Seine Rotte istohne ihn nicht mehr als eine beständige Plage zu fürchten — sie wirdsich nicht länger erhalten, als eine Wespe ohne Kopf, die vielleichtnoch einmal sticht, aber dann sogleich vernichtet wird."
Garschattachin war nicht so leicht zum Schweigen gebracht.„Mylord," erwiderte er, „ich hege gewiß keine Gunst für Robinund er eben so wenig für mich, da ich zwei Mal durch ihn meineStälle ausgcleert sah, den Schaden, den meine Pächter durch ihnerlitten, noch ungerechnet; aber dennoch" —