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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
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Bruder, und zwei seiner Gefährten, sowohl um mir den Weg zuzeigen, als auch, um die Stärke und die Stellung des Feindes zuerforschen, machte ich mich auf den Weg. Dougal war eigentlichzu meiner Begleitung bestimmt, er wußte aber dem Dienste auszu-wcichcn, und zwar, wie wir nachher erfuhren, in der Absicht, überJarvie zu wachen, dem er, nach seinen rohen Begriffen von Treue,Dienstleistungen schuldig zu sein glaubte, weil er einst sein Gönneroder Gebieter gewesen war.

Nachdem wir ungefähr eine Stunde sehr schnell fortgegangenwaren, erreichten wir eine buschbewachscne Anhöhe, von welcherwir eine weite Aussicht über das Thal hatten, und die Stellungder Soldaten genau beobachten konnten. Da es meistens Reitereiwar, so hatte man sich gehütet, gegen den Engpaß vorzudringen,wo der Capitain Lhornton den Kürzern zog. Die Stellung warziemlich geschickt auf einer Anhöhe in der Mitte des kleinen Thalesvon Aberfoil gewählt, durch welches dcr Forth seinen Lauf schlän-gelt, das von zwei Hügelreihen eingeschloffen, und in der Fernevon Hähern Gebirgen begränzt wird. Das Thal war indeß breitgenug, um die Reiter gegen einen Uebersall der Hochländer zusichern, und sie hatten in gehöriger Entfernung von derHaupt-schaar nach allen Richtungen Schildwachen und Vorposten ausge-stellt, um bei dem geringsten Allarm Zeit genug zu haben, aufzu-sitzen und unter Waffen zu sein. Zu jener Zeit war es noch nicht zuerwarten, daß die Hochländer eine Reitcrschaar in offenem Feldeangreifen würden, obwohl spätere Ereignisse bewiesen haben, daßsie es mit Erfolg thun können. Die Hochländer hatten, als ich siekennen lernte, eine fast abergläubische Furcht vor berittenen Trup-pen, deren Pferde ein weit grimmigeres und stolzeres Ansehen hat-ten, als die kleinen Klepper aus ihren Gebirgen, und überdies, wiedie unwissenden Bergbewohner glaubten, abgerichtet waren, sichmit Füßen und Zähnen zu wehren.