wenn ich die Botschaft übernähme, so wäre ich bereit, sogleich auf-zubrcchen. Ich sei, setzte ich hinzu, auf ihres Mannes Einladungin das Land gekommen, und auf seine Versicherung, daß er mir ineiner wichtigen Angelegenheit beistchen wollte, und mein Reisege-fährte, Mr. Jarvie, hätte mich in eben der Absicht begleitet.
„Ich wollte," siel der Stadtvoigt ein, „die Stiefel des Mr.Jarvie wären mit siedendem Wasser angefüllt gewesen, als er sie indieser Absicht anzog."
„Ihr erkennt Euren Vater in dem, was dieser junge Mannsprach," sagte Helene zu ihren Söhnen. „Er ist nur klug, wenner die Mütze auf dem Kopfe und das Schwert in der Hand hat; abersobald er den Tartan mit dem Tuchkleide vertauscht, mischt er sichin die elenden Ränke der Niederländer, und wird nach Allem, waser schon gelitten hat, von Neuem ihr Geschäftsträger, ihr Werk-zeug, ihrSclave."
„Und ihr Wohlthäter, setzt hinzu," sagte ich.
„Mag sein," sagte sie; „denn es ist der leerste Titel von allen,da er immerfort Wohlthaten ausgesäet hat, um eine Erndtc desschändlichsten Undanks einzusammeln. — Doch genug davon! —Ich werde Euch zu den feindlichen Vorposten geleiten lassen; fragtnach ihrem Anführer, und bringt ihm diese Botschaft von mir, He-lene Mac-Gregor: Wenn sie aus Mac-Gregor's Haupt ein Haarkrümmen, und ihn nicht binnen zwölf Stunden in Freiheit setzen,so soll, ehe Weihnachten kommt, keine Frau in Lennox sein, dienicht die Todtenklage über Die anstimmt, die sie ungern verliert —kein Pachter, der nicht über eine abgebrannte Scheune und einenleeren Stall Ach und Weh ruft; kein Laird, kein Erbe soll seinHaupt Abends mit der Zuversicht aus sein Kissen niederlegen, daßer am Morgen lebe — und um anzufangen, wie wir enden wollen,so schick' ich ihnen, sobald die Frist vorüber ist, diesen Stadtvoigtvon Glasgow, diesen sächsischen Hauptmann und alle übrigen Ge-