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Während dieWirthin uns ein schmackhaftes Mahl von Wild-prctschnitten bereitete, wurde Branntwein auf den Tisch gesetzt, fürden auch die Hochländer, trotz ihrer Vorliebe für ihre starken heimi-schen Getränke, keinen Widerwillen zeigten, sondern der ihnen imGegcnthcil vortrefflich zu munden schien, und nachdem der ersteBecher herumgegangen war, fragte der niederländische Herr nachunserem Stand und dem Zwecke unsrer Reise.
„Wir sind Leute aus Glasgow, Euch aufzuwarten," sagteJarvie mit dem Anscheine großer Demuth, „und reisen nachStirling, um etwas Geld einzufordcrn, das man uns schuldig ist."
Ich war thöricht genug, mich über diese anspruchslose Rechen-schaft, die Jarvie von uns gab, verlegen zu fühlen; allein ich erin-nerte mich meines Versprechens, zu schweigen, und ihn die Sachen aufscineArt leiten zu lassen. Undwennichbcdachte, daß der wackereMannum meinetwillen eine langeReise unternommen hatte, die nichtalleinan und für sich beschwerlich für ihn war, sondern ihn auch bei einemHaar das Leben gekostet hätte, konnte ich ihm schwerlich eine solcheHöflichkeit versagen. Der Sprecher von der andern Partei versetztemit einer Art von Hohn: „Ihr Handelsleute aus Glasgow habtnichts Anderes zu thun, als daß ihr West-Schottland vou einemEnde zum andern durchzieht, und ehrliche Leute plagt, die zufällignichts in den Händen haben, wie ich."
„Wenn unsere Schuldner so ehrliche Männer wären, als zudenen ich Euch rechne, Mr. Garschattachin," entgcgnete Jarvie,„wahrhaftig, so könnten wir uns die Mühe ersparen, denn sie wür-den kommen, und uns aufsuchen."
„Ei! was! wie!" rief die Person, an welche diese Worte ge-richtetwaren. „So wahr ich lebe, es ist mein alter Freund, NicolJarvie, der beste Mann, der je einem bedrängten Gentleman Geldgeliehen. Kommt Ihr vielleicht zu mir?"