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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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Und nun," sprach der würdige Mann, der den Friedensstif-ter gemacht harte, laßt uns trinken und uns vertragen als ehrlicheKerle. Das Haus ist groß genug für Alle. Ich schlage vor, daßdieser gute kleine Herr, der sehr mitgenommen scheint, einen Be-cher voll Branntwein holen läßt, und ich bezahle einen andern,und dann vertrinken wir unsere Pfennige als Brüder."

Und wer bezahlt mir meinen neuen schönen Plaid?" fragteder lange Hochländer.Es ist ein Loch 'nein gebrannt, so groß,daß man eine Hand durchstecke» kann. Hat man wohl schon einenanständigen Mann mit einem Feuerbrande fechten sehen?"

Laßt Euch das nicht bekümmern," sagte Iarvie, der wiederzu Athcm gekommen war, den Triumph seines Muthes genießen,und zugleich vermeiden wollte, es noch einmal auf eine so gefähr-liche und zweifelhafte Art zu wagen.Hab' ich die Wunde gemacht,werd' ich auch das Pflaster dafür finden. Ihr sollt einen neuenPlaid haben, und zwar de» besten von de» Farben Eures Clans.Sagt mir, wohin ich's Euch von Glasgow aus schicken soll?"

Ich brauche meine» Clan nicht zu nennen, ich bin von desKönigs Clan, der wohl bekannt ist," antwortete der Hochländer.AberIhr könnt ein Stück vom Plaid nehmen, und das Musterdaran sehen. Ein Vetter von mir soll zum Martinsfestc darnachfragen, wenn Ihr sagt, wo Ihr wohnt. Aber, wackerer Sir,wenn Ihr zunächst wieder fechtet, und Euren Gegner nur etwasachtet, so nehmt Euer Schwert, da Ihr eins tragt, und nichtPflugschaar und Feuerbrände, wie ein wilder Indianer."

Wahrhaftig," erwiderte Iarvie,ein Jeder muß thun,was er kann. Mein Schwert ist seit dem Gefechte an der Bothwell-Brücke, wo mein Vater cs führte, nicht wieder an's Tageslicht ge-kommen, und ich weiß nicht einmal gewiß, ob's auch da herauskam, denn die Schlacht war eine der kürzesten. Aussetzer, Fall ist'ßjetzt so in die Scheide gerostet, daß ich's nicht davon trennen kann.