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2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
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vor seinem Dolcke, den er in der linken Hand hielt, um die Stößemeines Degens abzuwehren, nicht nahe kommen. Indessen wurdeJarvie, ungeachtet seines Erfolges im ersten Gange, hart bedrängt.Die Schwere seiner Waffe, seine eigene Wohlbeleibheit und dieAufwallung seiner Leidenschaft raubten ihm bald Kraft und Athcm,und er war nahe daran, seinem Gegner zu erliegen, als der Schlä-fer am Bode» aufsprang, und, das entblößte Schwert und dieTartsche in der Hand, sich zwischen die Kämpfenden warf:Hab'mein Brod in Glasgow gegessen," rief er,und meiner Treu', ichfechte für Stadtvoigt Jarvie das will ich!" Seine Worte durchdie Thal bekräftigend, ließ dieser unerwartete Helfer sein Schwertum die Ohren seines großen Landsmannes pfeifen, der unverzagtseine Streiche mit Zinsen zurückgab. Da aber Beide runde hölzerneSchilde hatten, mit Leder überzogen und mit Erz beschlagen, mitdenen sic gewandt die gegenseitigen Streiche auffingen, so war ihrGefecht mit weit mehr Lärmen als wirklicher Gefahr verbunden.Es schien in der That mehr auf Prahlerei, als auf eine» Versuch,zu verletzen, abgesehen, denn der Niederländer, der aus Mangeleines Gegners unthätig gestanden hatte, übernahm es jetzt, denFriedensstifter zu machen.

Halt ein! halt ein!', rief er.Genug gethan! Genug!'s ist kein Kamps auf Leben und Tod. Die fremden Herren habensich als Ehrenmänner gezeigt, und geziemende Gsnugthuung gege-ben. Ich bin so kitzlich, was die Ehre betrifft, wie irgend Jemand,aber ich hasse unnöthiges Blutvergießen."

Ich wünschte natürlich nicht, den Streit fortzusetzcn; meinGegner schien gleichfalls geneigt, das Schwert einzustecken; Jar-vie, nach Athem schnappend, war als überwunden zu betrachten,und unsere beiden Schwert- und Schild-Männer gaben ihr Gefechteben so gleichgültig auf, als sie cs angefangen hatten.