Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
90
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Hause, und macht keine Störung hier. Müßige Engländer wol-len hier bei Nacht und Nebel herumziehcn, und ehrbare, friedsameLeute stören, die beim Feuer ihr Gläschen trinken!"

Zu einer andern Zeit würde ich an das alte lateinische Sprüch-wort gedacht haben:

Hat veuiam eorvis, vexat eeusuea evlunilüs.

Allein ich hatte keine Zeit, elastische Stellen anzuführen, da einKampf unvermeidlich schien. Empört über die ungastliche Unver-schämtheit, mit der man mich behandelte, war cs mir gleichgültig,nur nicht wegen Jarvie, dessen Person und Stand zu einem solchenAbenteuer nicht geeignet waren. Ich sprang indcß auf, da ich dieAndern aufstehen sah, und schlug meinen Mantel zurück, um zurVertheidigung bereit zu sein.

Wir sind Drei gegen Drei," rief der kleine Hochländer, seineBlicke auf uns werfend.Wenn Ihr wackere Männer seid, sozieht!" Er entblößte sein Schwert, und trat aus mich zu. Ichstellte mich zur Vertheidigung, und auf die Uebcrlegcnheit meinerWaffe vertrauend, fürchtete ich den Ausgang des Kampfes nicht.Jarvie betrug sich mit unerwartetem Mulhe. Als er den riesenhaf-ten Hochländer vor sich sah, zog er einige Mal an seiner Klinge, daer aber fand, daß sie, durch längeren Nichtgebrauch eingerostet,nicht aus der Scheide ging, ergriff er die glühende Pflugschaar, dieman statt eines Schüreisens beim Feuer gebraucht hatte, undschwang sic mit solchem Erfolge, daß er sogleich des HochländersPlaid in Flammen setzte, und ihn nöthigte, bis sie gelöscht waren,sich zurückzuziehen. Dagegen war Andrew, der es mit dem Nieder-länder hätte aufnchmen sollen, gleich zu Anfang des Streites ver-schwunden.Ehrlich Spiel! ehrlich Spiel!" ries sein Gegner,und schien an dem Streite keinen Theil nehmen zu wollen. Wir wa-ren also, was die Zahl betraf, gleich. Meine Absicht war, meinenGegner wo möglich zu entwaffnen, aber ich konnte ihm, aus Furcht