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2 (1851) Robin der Rothe
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dem Feuer, saßen drei Männer, Gäste, wie es schien, die man un-möglich mit Gleichgültigkeit betrachten konnte. Zwei von ihnenwaren in hochländischer Kleidung; der eine, ein kleiner, schwärz-lichcrMann von lebhaften, muntern, beweglichen Gesichtszügen,trug enge, lange Beinkleider von einer Art würfeligem Zeuge.Jarvie flüsterte mir zu, es müßte ein Mann von Bedeutung fein,denn imr die Vornehmen trügen solche Beinkleider; diese wären sehrschwer ganz nach dem Geschmacke der Hochländer zu weben.

Der zweite Bergländer war ein großer, starkerMann, mitdickem, rothem Haar, einem sommerfleckigen Gesichte, hervor-stehenden Backenknochen und langem Kinne eine Art von Zerr-bild der cigcnthümlichen schottischen Züge. Sein Tartan hatte vielScharlach, während Schwarz und Dunkelgrün in den Würfelndes Andern vorherrschend waren. Der Dritte, in niederschotti-scher Tracht, war ein kühner Mann, von trotzigem Aussehen, des-sen Blick und Benehmen etwas Kriegerisches verrieth; sein Reitrockwar prunkend und reich besetzt, und sein aufgestülpter Hut von un-geheurem Umfange. Sein Degen und ein Paar Pistolen lagen vorihm auf dem Tische. Jeder der Hochländer hatte seinen entblößtenDolch neben sich in den Tisch gestoßen, ein Zeichen, wie ich nachhererfuhr, aber ganz sicher ein sonderbares, daß ihr Gelag nicht durcheinen Streit gestört werden sollte. Bor diesen Herren stand einegroße zinnerne Kanne mit Uskebah, einem beinahe so starken Ge-tränke wie Branntwein, das die Hochländer von Malz bereiten,und unverdünnt in großer Menge genießen. Ein zerbrochenes Glasmit hölzernem Fuße diente als gemeinschaftliches Trinkgcschirr, undging so schnell herum, daß es bei dem starken Getränk zu verwun-dern war. Sie sprachen laut und eifrig, bald Gaelisch, baldEnglisch. Ein anderer Hochländer, in seinen Plaid gehüllt, lagauf dem Boden, mit dem Kopfe auf einem Strohbündel, dasaufeinem Steine lag, und schlief, oder schien zu schlafen, ohne zu be-