Druckschrift 
2 (1851) Robin der Rothe
Entstehung
Seite
86
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Himmel aufzuschlagen. Ich muß durchaus hinein, undJhrcnt-schuldigt so gut Ihr könnt, bei Euren Gasten, daß »och einigeFremde zu ihnen kommen. Andrew, Ihr werdet die Pferde ver-sorgen."

Die Hecate sah mich verwundert ans* und rief dann aus:Weraus seinem Kopf besteht, den muß man gehen lassen! Man sehediese englischen Bauch-Götter! Er hat heute bereits eine volleMahlzeit gehalten und wagt eher Leben und Freiheit, als daß erein Abendessen entbehrt. Aber ich wasche meine Hände. Folgtmir," sagte sie zu Andrew,ich will Euch jetzt zeigen, wo Ihrdie Pferde unterbringt."

Ich war über die Aeußerungcn der Wirthin, die eine naheGefahr anzudeuten schienen, etwas bestürzt. Dennoch wollte ichmich nicht zurückziehen, da ich meinen Entschluß erklärt hatte, undtrat deshalb kühn in das Haus. Nachdem ich in dem schmalen Ein-gänge kaum der Gefahr entgangen war, mir an dem seitwärts lie-genden Torfhaufen und Pöckelfaß die Beine zu zerstoßen, öffnete icheine zerbrechliche, halb verfallene Lhüre, die nicht aus Bretern,sonder» aus Weidenstäbcn verfertigt war, und trat mit Jarvie indas Hauptgemach dieses schottischen Karawanscrais.

Das Innere bot einen Anblick dar, der mir seltsam genug vor-kam. Das Feuer, mit Torf und dürrem Reisig genährt, flammtelustig in der Mitte, aber der Rauch, welcher keinen andern Aus-gang hatte, als ein Loch im Dache, umkreiste in dunkeln Wolken,etwa fünf Fuß hoch vom Boden, die Decke des Gemaches. Deruntere Raum war ziemlich hell, weil unzählige Luftströme durchdie Spalten dcr Thüre, durch zwei viereckige Löcher, die man Fen-ster nannte, von denen das eine mit einem Plaid, das andere miteinem zerrissenen Mantel verstopft war, und durch eine Menge we-niger sichtbarer Oeffnungen in den aus Steinen und Torf erbautenWänden, dem Feuer zuzogen. An einem alten Eichentische, nahe