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meinen Gcist unvermerkt beschlich, als ich die seltsame Ungewißheitmeines Unternehmens mit der trostlosen Gegend zusammenstellte,durch die cs mich führte. Unser Weg wurde, wo möglich, noch wil-der und öder. Die wenigen elenden Hütten, welche noch einigeSpuren von menschlicher Bewohnung zeigten, wurden jetzt immerseltener und verschwanden endlich ganz, als wir eine ungeheureHöhe von Moorland hinaufritten. Meine Einbildungskraft hattekeine Beschäftigung, außer wenn eine Krümmung des Weges »nszur Linken die Aussicht auf dunkelblaue Gebirge zeigte, die sichnördlich und nordwestlich ausdehntcn und ein Land zu umschließenschienen, das vielleicht eben so wild, aber gewiß weit anziehender,als die Gegend war, die wir jetzt durchzogen. Die Gipfel dieserBerge zeichneten sich durch wilde Mannigfaltigkeit eben so sehr aus,wie die Hügel, die wir zur rechten Seite sahen, durch Einförmig-keit und Plumpheit. Bei dem Anblicke dieser Alpcngcgend fühlteich eine solche Sehnsucht, ihre Thäler, wenn auch mit Mühe undGefahr, zu erforschen, wie sic der Schiffer empfindet, der sich dieGefahren und die Aufregung der Schlacht, oder einen frischenWind statt der unerträglichen Einförmigkeit einer langen Windstillewünscht. Ich that verschiedene Fragen an Freund Jarvie über dieNamen und die Lage jener merkwürdigen Gebirge, aber er wußtenichtsdavon, oder hatte nicht Lust, mir etwas mitzutheilen. „Dassind die Hochlandbcrge," sagte er. „Ihr werdet genug davon se-hen und hören, eh' Ihr wieder nach Glasgow kommt. Ich kannsie nicht ansehen; ich erblicke sie nie ohne Grauen. Es ist nichtFurcht, nein, nicht Furcht, aber mich dauern die armen, verblen-deten, halb verhungerten Menschen, die dort wohnen. Alleinsprecht nicht mehr davon, cs ist, so nah' an der Gränze, nicht gutreden von den Hochländern. Ich habe manchen ehrlichen Manngekannt, der sich nicht so weit gewagt hätte, ohne vorher sein Testa-ment zu machen. Mathilde sah's ungern, daß ich die Reise an-